Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung scheu

Piranha, Pacu ... u.a.

Andreas Stelzig
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Andreas Stelzig » 12.03.2016 14:08

Nööö, Marcus, schau doch mal genau!
Erkennst Du nicht den Unterschied zu Deinem Becken?
Er (im Film) hat doch Deckung von oben!
Im Gegensatz zu Deinem Becken, besteht für den Kollegen im Film die Möglichkeit, sich unter (!) die Wurzeln zu stellen.
Die Deko ist dort (wenn auch sicher nicht ganz optimal) auf jeden Fall geschickter eingebracht als bei Dir.
Deine Deko erinnert mich so ein bisschen an Scaping.
Aber wir können jetzt noch tagelang diskutieren, das bringt Dich nicht weiter.
Wenn Du meinem Ratschlag folgen möchtest, kann ich Dir mit großer Sicherheit sagen, es wird Deinem Fisch gut tun.
Ich kann Dir nur sagen, ich als Piri, würde in Deinem Becken genau das tun, was Dein Rhombeus auch tut - nämlich mich scheu in einzige Ecke mit Deckung verdrücken.
Die restliche Fläche besteht aus zwar dunklem, aber auch restlos offenem Wasserkörper.
In der Natur (ich weis, wo von ich spreche) niemals ein Standort für Piris.
Zum Thema Ancistrus:
Ich würde es versuchen, solange Dein Rhombeus noch relativ jung und klein ist.
Die Chancen, dass es funktioniert, liegen bei geschätzten 95 %, wenn Du kleine (junge) Ancistrus einsetzt.

Beste Grüße, Andreas

p.s. Edit:
Ich weis zwar leider nicht, wem dieses Becken gehört und wo es sich befindet - aber das ist Südamerika-Biotop-Aquaristik vom Allerallerallerfeinsten!
So sieht es dort wirklich aus!
Schau Dir mal die Strukturierung an - perfekt!
In diesem Becken zeigt JEDER Fisch sein natürliches Verhalten.
Ich bin völlig begeistert!

https://www.youtube.com/watch?v=pgCh4SV0IYs


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Marcus_H
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Marcus_H » 12.03.2016 15:52

Also bei dem 1000er Becken aus deinem Video sehe ich das Argument ja absolut ein, das ist eindeutig sehr dicht mit Wurzeln ausgekleidet. Aber der gar nicht scheue Rhombeus aus meinem Video hat finde ich jetzt auch nicht soo die Deckung, also die 2 Ästchen da? Denkst du nicht das liegt auch irgendwie am Alter des Tieres?

Naja ausprobieren mit Naturholz kostet ja Nichts, wenn es mir nicht gefällt oder doch zu gammeln anfängt würde ich mir Jemanden suchen der ein von Haus aus angemessener gestaltetes Becken für Rhombeus hat und es entweder mit Piraya oder Süd. Barschen versuchen, die lassen sich in Gruppen halten und sind (vermutlich auch deswegen) mutiger.
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Mii
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Mii » 12.03.2016 16:31

Marcus_H hat geschrieben:Aber der gar nicht scheue Rhombeus aus meinem Video hat finde ich jetzt auch nicht soo die Deckung, also die 2 Ästchen da? Denkst du nicht das liegt auch irgendwie am Alter des Tieres?
Hallo Marcus,

diese zwei Ästchen sind zwar nicht viel, aber man sieht, dass der Fisch sich nach jedem Bissen sofort rückwärts unter die Äste manövriert. Der such also auch Deckung. Und wenig Deckung scheint immer noch besser als gar keine zu sein.
Ob der ohne Fütterung auch so "wenig scheu" ist, wage ich zu bezweifeln.
Zuletzt geändert von Mii am 12.03.2016 16:39, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
Malte


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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Marcus_H » 14.03.2016 12:04

Hm wie das immer so ist, jetzt hätte ich die Chance zügig und zu einem fairen Preis an einen weiteren Rhombeus zu kommen. Natürlich würde ich das zunächst nur mit einem Gitter ausprobieren, will da ja kein sinnloses Risiko eingehen.

Die Frage ist nur: Ist das nicht vielleicht sinnloser Stress wenn die sich non stop durch die Löcher im Gitter hin androhen? Oder lässt das mit der Zeit nach bzw. kann es das Wohlbefinden steigern? Der Halter vorher hatte auch immer zwei Tiere in einem Becken, aber durch Filtermatten getrennt, die haben sich also nie gesehen, höchstens gerochen.

Grüße
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Cichlakiller » 14.03.2016 21:53

Hallo Marcus.
Marcus_H hat geschrieben: Ist das nicht vielleicht sinnloser Stress wenn die sich non stop durch die Löcher im Gitter hin androhen?
Genauso ist es.

In der Natur leben die Tiere in Fließgewässern und besonders gern in den Stromschnellen hinter Felsen oder Wurzeln im Strömungsschatten.Aus diesen "Lauerstellen" schießen sie auf vorbeischwimmende Fische und beissen große Stücke aus den Flossen (besonders Afterflosse und Schwanzflosse) heraus. Es sind spezialisierte Flossenfresser ,die aber im Aquarium natürlich ganze Fische und Filets nicht verschmähen. ;)

Jedes Tier besitzt ein Revier. An den besten Futterplätzen stehen die grössten Tiere und dann je nach Rang die kleineren. So wie bei unseren Bachforellen.
Die Reviere werden durch natürliche Hindernisse unterwasser, sowie Strömungs"wände" begrenzt.

Wenn Du also einen Bach im Wohnzimmer von .... naa.... 6-8m Länge und 2m Tiefe bei 1m Wasserstand mit großen Wurzeln und Findlingen gestalten kannst , mit 200.000 bis 300.000 l Pumpleistung/h, dann könnte es sogar mit mehreren Tieren funktionieren. :ymhug:

Gruß Adam

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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Cichlakiller » 14.03.2016 22:35

... hier noch einige Beweisbilder zu den Ernährungsgewohnheiten der Piris.Wenn die Flossen der Cichlas nach dem Drill so aussehen, hängt bald ein Rhombeus oder Manueli an der Angel.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Marcus_H » 15.03.2016 12:39

Ok also würdest du auch sagen, dass dem Tier zumindest mit einem "sichtbaren" Kollegen eher nicht geholfen ist. Um das Becken besser auszunutzen würde ich aber denoch erwägen, das Becken gleichmäßig in zwei Sektionen von dann jeweils 500 Liter (netto) aufzuteilen. Dazu würde ich dann ein stabiles Lochgitter mit dünnem Filterschaum überziehen, Blickdicht, aber Durchlässig für Wasserbewegung, wobei ohnehin die beiden Pumpen/Filter links und rechts in den Ecken verteilt sind.

Und natürlich die Wurzeln für beide Becken, wobei sich hier natürlich dann auch anhand von zwei Exemplaren leichter überprüfen lasen könnte, ob die Einrichtung oder der einzelne Charakter entscheidender sind.
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Zigermandli » 15.03.2016 13:00

Grüss Dich

Verstehe natürlich, dass es etwas frustrienend ist, ein Becken in dieser Grössenordnung mit einem einzelnen "unsichtbaren" Fisch zu betreiben. Aber das Becken aufzuteilen und noch einen zweiten anzuschaffen, kann ja wohl nicht die Lösung sein, denn die 500Liter je Fisch reichen ja über kurz oder lang bei weitem nicht mehr oder ?

Hast du denn schon einen Plan-B mit einem XXL-Becken

Gruss Thomas


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Marcus_H
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Marcus_H » 15.03.2016 13:13

Naja also bis ein 12cm Rhom aus 500 Liter (immer dran denken ich rechne netto, also was wirklich an Wasser drin ist, das Becken als Ganzes hat brutto 1260 Liter) heraus wächst, dürften, wenn ich mir Aussagen und Texte so betrachte, ganz locker 5 Jahre in's Land gehen. Viel Zeit um sich entweder ein zweites Becken dieser Größe anzuschaffen oder sich insgesamt deutlich zu vergrößern, oder auch einen neuen Besitzer für eines der Tiere zu finden.

Das wäre jetzt z.B. was anderes wenn ich auf große südamerikanische Barsche umstellen würde, da bleibt deutlich weniger Zeit um zu reagieren.
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von hanswerner » 18.03.2016 19:49

scorp hat geschrieben:Und den Kleinen viel zu "beschäftigen" hilft auch sehr. Soll heißen, dass er sich an Menschen (dich) gewöhnen muss. Im Keller mit täglich einem Besuch von 5 Minuten wird sich das Verhalten bis zum (semi-)adulten Stadium wahrscheinlich sonst nicht ändern.
Hallo Thomas,

der sinnvollste Beitrag was dem Rhom am ehesten die Scheu nimmt ist von Thimo gekommen, mit dem Alter verliert der auch
eher seine Scheu und wird selbstbewusster, Meine Erfahrungen beruhen auf S.manueli, S.elongatus 10+cm und einem gut
25cm S.rhombeus, alle verloren ziemlich schnell ihre Scheu, auch gerade weil das Becken im Wohnbereich stand, direkt neben der Couch.

Mit dem Thema Vergesellschaftung außer einigen Wels Arten und z.B. kleine Salmler brauchst du dich nicht beschäftigen,
das ging noch nie lange gut, es sei denn in einem Becken in Pool Größe, ein Serrasalmus außer ein S.geryi hält man als Einzeltier!
Was schon auf Dauer funktioniert hat, war die Vergesellschaftung eines S.maculatus auch S.spilopleura und wohl S.rhombeus mit
einer Gruppe Pygocentrus.

Mein damaliger, der strotzte nur so von Selbstbewusstsein.

https://www.youtube.com/watch?v=WixoqT_MmvI
Gruß
Skubi

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