Vergesellschaftung Pygopristis denticulatus

Piranha, Pacu ... u.a.
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Reinhard
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Vergesellschaftung Pygopristis denticulatus

Beitrag von Reinhard » 30.01.2017 23:23

Liebe Forenmitglieder!
Zuerst mal ein herzliches Hallo! an alle, heute habe ich es endlich geschafft, mich bei Euch hier im Forum anzumelden.
Mal gleich zu meinem "Problem"... nächsten Sonntag bekomme ich Crenicichla lenticulata ca 25cm aus dem Rio Negro. Auf der Suche nach einem Beifisch (ausser Welse), bin ich auf P. denticulatus gestossen. Nun habe ich noch nie Piranhas gehalten, bei diesem sagte man mir, Pflanzenfresser und mit grossen anderen Fischen gut zu vergesellschaften. Ich finde die Tiere megaschön und interessant. Habe jetzt seit einer Woche 6 mit ca 15-18cm. Mit im Becken 40cm Adonis und 40cm Arowana. Adonis geht gut, ein bisschen die Filamente gekürzt aber unwesentlich. Den Arowana haben Sie drei Tage in Ruhe gelassen, dann innerhalb zweier Tage die Flossen stark angefressen. Musste ihn gestern einem Bekannten geben.
Mittwoch kommen weitere drei P. denticulatus und Sonntag das Crenipaar. Jetzt mache ich mir grosse Sorgen, dass das nicht gut geht. Zum einen, scheint ja das Nachsetzen von Fischen ein Problem bei den Piranhas zu sein und andererseits grundsätzlich eine Vergesellschaftung.
Wie kann ich vorgehen (realistisch), um die P. denticulatus mit dem Paar Crenicichla lenticulata dauerhaft zusammen zu halten? Und wie kann ich drei neue nachträglich zusetzen?
Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn mir da jemand helfen kann. Es gibt widersprüchliche Aussagen im Netz und auch noch sehr wenig zu P. denticulatus.
Also ganz herzlichen Dank an Euch
Hans Reinhard

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Rossi077
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Re: Vergesellschaftung Pygopristis denticulatus

Beitrag von Rossi077 » 01.02.2017 17:46

Hallo Hans,

erstmal Herzlich Willkommen bei uns!

Allein beim lesen habe ich große Augen bekommen :-o . Und die Frage kam schon auf, welche Beckengröße Du da hast um so eine Horde Fische zu pflegen.
Ich finde, ein paar Fragen hast Du Dir schon selber beantwortet, wenn Du feststellst, dass Flossen angefressen worden sind und Du schon einen Fisch abgeben musstest. Und dann möchtest Du noch solch schöne Crenicichla lenticulata einsetzen ?
Mein erster Gedanke war, die werden vielleicht gar nicht lang überleben.

Ohne altklug klingen zu wollen, aber macht man sich da nicht vorher Gedanken darüber ? Mir scheint, als wäre das Kind schon in den Brunnen gefallen.
Ich habe hier schon des öfteren gelesen, dass man die Piranhas ohne Beifische halten sollte und im Moment weiß ich auch gar nicht, ohne mich näher zu informieren, ob die alle aus dem selben einzugsgebiet kommen.

Auch klingt es so, als wenn das alles Wildfänge wären. Wenn ja, sollte man die nicht erst einmal in Quarantäne setzen ?
Selbst wenn Du nur die Piranhas pflegen solltest und Du neue dazu setzen möchtest, würde ich erst einmal alle rausfangen, das Becken komplett neu strukturieren und alle zusammen mit den neuen wieder einsetzen. Aber wenn Du dann dazu noch die Crenicichla lenticulata einsetzen möchtest, weiß ich nicht was dann passiert.

Fragen über Fragen.....
Vielleicht solltest Du bitte noch etwas über Dein Becken berichten, Größe, Einrichtung etc., damit Dir vielleicht noch genauer geholfen werden kann.

Gruß, Daniel
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hanswerner
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Re: Vergesellschaftung Pygopristis denticulatus

Beitrag von hanswerner » 01.02.2017 18:27

Reinhard hat geschrieben: Zum einen, scheint ja das Nachsetzen von Fischen ein Problem bei den Piranhas zu sein und andererseits grundsätzlich eine Vergesellschaftung.
Hallo,

die Pygopristis denticulata kannst schon erweitern, auch kannst du die nicht mit Pygocentrus und Serrasalmus Arten vergleichen.
Wie Daniel schon sagt, ein paar mehr Angaben gerade über die Beckengröße wäre gut.
Der Ebi hält schon länger Pygopristis denticulata, hier mal ein wenig über seine Erfahrung und vielleicht könnt ihr euch ja mal
miteinander unterhalten viewtopic.php?p=142965
Gruß
Skubi


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Reinhard
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Re: Vergesellschaftung Pygopristis denticulatus

Beitrag von Reinhard » 03.02.2017 14:04

Herzlichen Dank für Eure Antworten. Ja, ich kontaktiere Ebi sehr gerne mal.
Oh, ja klar, ich mache mal ein paar genauere Angaben.
Becken 150x155x53, keine Pflanzen, Sand und Steinaufbauten in der Mitte. Abgedunkelte Beleuchtung, schwimmende Wurzel.
Vorgestern musste ich drei neue zur Sechsertruppe zusetzen. Ging gut aber... die drei waren kleiner und am nächsten Morgen hat sich einer der Neuen extrem dominant gezeigt. Die Hälfte des Beckens gehörte ihm!
Das sieht jetzt seit gestern Abend völlig anders aus. Alles schwimmen mehr oder weniger zusammen, es ist Ruhe eingekehrt. Es sieht fast so aus als hätte ich fast nur Weibchen... der dominante Neue balzt mit allen anderen, so würde ich es sehen. Er ist etwas schwächer gefärbt, silbriger und hat eine etwas kantigere Kopfform, alle anderen sind kräftiger gefärbt, mehr gelborange und rundlicher in der Körper- und Kopfprofilform.
Also denke ich die erste Hürde wäre genommen. Heute Nacht kommen die lenticulata. Ich baue vorher um. Habe viele Steinunterstände, dort werden die Crenis sich drunterstellen... so meine Theorie
Bis auf zwei sind es wahrscheinlich WF, die aber seit Jahren im AQ gehalten worden sind. Die drei Neuen sind vom Glaser und schwimmen dort schon länger. Da hätte ich durchaus noch eine Quarantäne machen können sollen. Ich war aber sooo nervös...
Herzliche Grüsse und vielen Dank
Hans
Der Trupp sieht megagut aus... bin völlig begeistert


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Re: Vergesellschaftung Pygopristis denticulatus

Beitrag von Ebi » 03.02.2017 20:07

Hallo,

also P. Denticulata zu einer größeren Gruppe aufzustocken halte ich für problemlos machbar, da sie keinerlei Aggressionen gegenüber Artgenossen zeigen. Flossenbisse sind allerdings an der Tagesordnung. Wirklich verletzt hat sich in meiner Gruppe noch kein Tier. Da ich sie bisher nur mit Garnelen und Neonsalmlern zusammen gehalten habe kann ich nicht sagen wie sie sich mit so großen Beckengenossen verhalten. Bei mir haben sie von sämtlichen Insassen kaum Notiz genommen.
Etwas Anderes ist das Revierthema. Da könnte ich mir schon vorstellen dass die Piris leiden weil sie wirklich fleißige Schwimmer sind, vergleichbar mit Scheibensammlern. Wenn da die Territorien "dicht" sind könnte ich mir vorstellen dass sie kümmern und scheu werden. Mit Crenis habe ich keinerlei Erfahrung, aber ideal ist die Kombination sicher nicht mit den eher sensiblen Dentis.
Gruß Ebi


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Reinhard
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Re: Vergesellschaftung Pygopristis denticulatus

Beitrag von Reinhard » 04.02.2017 17:05

Noch mal herzlichen Dank an Euch. Ihr habt mir sehr geholfen!
Sorry, das ich vergessen hatte, vorab mehr Details zum Becken und Einrichtung zu geben.
Hatte mich schon informiert bevor ich die denticulata einsetzte und bin da von der Kurzbeschreibung von Aquarium Glaser ausgegangen. Zitat "Man könnte diese Art als den idealen Aquarien-Piranha bezeichnen. Es sind farbenprächtige Tiere, jedoch untereinander vergleichsweise friedlich und mit etwas größeren Fischen auch anderer Arten gut zu vergesellschaften...."
Es ist aber ganz klar, untereinander und grösseren Fischen beissen sie in die Flossen, vorwiegend Schwanzflosse.

Das Nachsetzten der Crenicichla ging gut. Hatte unmittelbar zuvor noch die Einrichtung "gewaltig" verändert. Auch den Crenis würde in die Schwanzflosse gebissen aber die wehren sich und halten die denticulata ein wenig auf Abstand. Ich denke, dass es dauerhaft sehr gut funktioniert.
Ich warte mal ein paar Tage/Wochen ab und sehe ob es so bleibt. Dann berichte ich noch mal.
Liebe Grüsse
Hans

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