Schwarzmeergrundeln u.ä.

Allgemeine aquaristische Themen

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argali
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Schwarzmeergrundeln u.ä.

Beitrag von argali » 26.08.2015 17:52

Hallo zusammen

als Aquarienbesitzer und Angler kommt sicher nicht nur mir die Idee, Futterfische nicht unbedingt zu kaufen, sondern selbst zu fangen.
Im Rhein bei Basel haben wir ein veritables Problem mit der allseits bekannten Schwarzmeergrundel. Allerdings ist sie auch echt einfach zu fangen, ob man will oder nicht...

Hier fange ich duzende 5 - 10 cm lange Tiere innert kürzester Zeit und die hab ich dann einfach mal eingefroren. Und meine Flösselhechte lieben mich dafür :D
Nachdem ich meine grosse Ansorgii Dame nie wirklich begeistert futtern sehen habe kommt sie jetzt angeschossen ( wörtlich! ) und schnappt sich die aufgetauten Biester.
Und kosten tuts auch nix, auch wenn der ökologische Beitrag ( entfernen von Neozoen ) sicher unwesentlich ist...

Gibts wen, der das auch macht? Oder spricht irgendetwas dagegen?

LG Petra
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Neo
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Re: Schwarzmeergrundeln u.ä.

Beitrag von Neo » 26.08.2015 18:20

Hallo Petra,

Gute Idee sicherlich, meine Channa und der Erythrinus würden sich sicher auch freuen. Viele tun dies aber sicher nicht, wegen der Gefahr, sich Keime oder Bakterien etc. ins Becken zu holen. Oder sterben beim Frosten ab?

Gruß Sebastian


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argali
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Re: Schwarzmeergrundeln u.ä.

Beitrag von argali » 26.08.2015 19:31

Hallo

Ich hoff mal einfach das das böse Zeug entweder beim Gefrieren abstirbt. Allerdings ist die Gefahr beim Verfüttern von gekauften Fischen ja auch da, oder nicht?

LG Petra
Will wieder zurück nach Australien...


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Re: Schwarzmeergrundeln u.ä.

Beitrag von ExMitglied » 26.08.2015 20:01

Hi,
ich verfüttere auch Mückenlarven aus der offenen Regentonne und viele Aquarianer Daphnien aus Teichen - und das als Futter für eher kleinere Fische. Sofern das Gewässer hinreichend "sauber" ist, hält sich das Risiko in Grenzen, denke ich, ist aber immer da...
Grüße
Karsten

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Klaus de Leuw
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Re: Schwarzmeergrundeln u.ä.

Beitrag von Klaus de Leuw » 27.08.2015 16:35

Hallo,

die Gefahr, Krankheitserreger und Parasiten zu übertragen ist immer dann am größten, wenn die Futtertiere nahe verwandt mit den gefütterten Tieren sind oder als Zwischenweirte für Parasiten dienen. Somit ist eine Verfütterung von Insektenlarven und Krebstieren aus fischfreien Regentonnen in der Beziehung risikolos, bei der Verfütterung von Fischen aus dem Rhein würde ich kaum ein Risiko sehen, weil das Einfrieren kaum etwas überleben lässt. Ein Restrisiko bleibt aber, denn Salmonellen an Hähnchen überleben ja teilweise auch ...

Ein anderes Risiko sind Gifte, zumal der Rhein durchaus auch Abwasser von Chemieunternehmen und Siedlungskläranlagen aufnimmt. Im Rhein findet man z.B., wenn auch in angeblich unkritischer Konzentration, PCB aus dem Grubenwasser des Steinkohlebergbaus, das aus den Ölen der dort z.T. zurückgelassenen Maschinen stammt. Und zu Basel schreibt die Wikipedia: "Basel ist ein Zentrum der Chemie- und Pharmaindustrie. So haben unter anderem die beiden Pharmafirmen Novartis und Hoffmann-La Roche ihren Hauptsitz in Basel." Das sollte man vielleicht bei der Auswahl des Angelplatzes berücksichtigen, auch wenn so ein Abwasserrohr ein bequemer Sitzplatz zum Angeln sein kann.

Gruß, Klaus
Gruß, Klaus - nett kann ich auch, bringt aber nix B-)

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Chitala
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Re: Schwarzmeergrundeln u.ä.

Beitrag von Chitala » 28.08.2015 15:33

Hallo,
Ich selber bin auch Angler und kenne die Idee Grundeln zu verfüttern da diese eine unendliche Quelle besitzen und leich zu Fangen sind.
Meiner Meinung nach stellt das vefüttern kein Problehm dar sofern man auch nur ein wenig aufmerksam ist und beachtet, und das gilt auch für andere Fische welche man aus den Flüssen hier fängt :
- Nur jungfische, da ( besonders bei Raubfischen ) ältere Tiere mehr zeit hatten Krankheiten und Parasiten aufzunehmen.
- Nur ausgenommene Tiere und am besten ohne Kopf verfüttern.
- Auf jegliche anomalien wie warzen, flecken, dicke Bäuche, Knubbel an den Flossen und Verletzungen achten und diese Tiere aus zu sortieren.

Und wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will nimmt man nur Tiere welche man in den kalten monaten des Jahres gefangen hat, da das Wasser viel säuberer ist, parasiten und Krankheiten nich so gut gedeien und sie wesentlich besser schmecken.

Ich hoffe das hat weiter geholfen,
Grüße Tamino

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Klaus de Leuw
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Re: Schwarzmeergrundeln u.ä.

Beitrag von Klaus de Leuw » 28.08.2015 16:19

Hallo,
Chitala hat geschrieben:Nur jungfische, da ( besonders bei Raubfischen ) ältere Tiere mehr zeit hatten Krankheiten und Parasiten aufzunehmen.
Vor allem gilt das für Umweltgifte, von denen sich insbesondere die fettlöslichen im Körper über die Jahre anreichern. BEsser wäre es natürlich, nur Gewässer ohne Umweltgifte zu befischen. Ein Indiz für mögliche Belastungen könnte es sein, ob Fische aus dem Gewässer (hier Rhein) für die menschliche Ernährung freigegeben sind.

Gruß, Klaus
Gruß, Klaus - nett kann ich auch, bringt aber nix B-)


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Re: Schwarzmeergrundeln u.ä.

Beitrag von mamalte » 28.08.2015 20:31

Hallo,

ich meine mal gelesen zu haben, dass die standart Gerfriertruhe nicht kalt genug ist um etwas abzutöten.
Eventuell können da Fachleute aus dem Bereich Biologie etwas dazu sagen.
Zum Thema Gewässerbelastung.
Ich kenne viele Menschen die ihre gefangenen Fische auch selber essen ohne krank zu werden.(sollten die Haustiere überleben)
Der Aal soll da sehr kritisch sein da er im Schlamm am Boden lebt wo sich die Schadstoffe ablagern und das fettige Fleisch speichert die Schadstoffe gut.
Die Raubfische fressen in der Natur doch auch schwache, kranke und gesunde Tiere ohne sie vorher einzufrieren wo liegt der Unterschied ?
Vorher ausnehmen und Kopf ab entfernt leider auch die meisten Nährstoffe vom Futterfisch.
Ich denke es geht mehr Gefahr von nährstoffarmer einseitiger Ernährung aus sowie von zuviel Futter (Verfettung) als von eingefrorenen gefangenen Futterfischen.
Besonders wenn man sich einmal die Futterquallität in der Kühltruhe der Fachgeschäfte ansieht.

Gruß Malte


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Re: Schwarzmeergrundeln u.ä.

Beitrag von argali » 30.08.2015 07:28

Hallo

Danke für die rege Beteiligung und den Austausch.
Basel stimmt, viel Chemie... Daher angle ich oberhalb, auf der deutschen Seite.
Und es macht halt auch einfach Spass, diese Kollegen gezielt zu angeln weil es unheimlich schnell und einfach geht... Das sie ein àrgernis und Problem sind weiss ich schon.

Früher holte ich immer in einem der grösseren Zooläden Zebrabärblinge u.ä., hatte dann aber einmal wirklich Theater mit Krankheiten. Seitdem lass ich das...

Es gibt ja nicht nur diese Kleinen als Futter, ich versuche immer abzuwechseln. Einer meiner Freunde vertreibt ein ( für mich neues ) Produkt was er mir zum Probieren geschickt hat. Und ohne Werbung machen zu wollen, es ist echt nicht schlecht.
http://thepetfactory.de/product_info.ph ... 411aa041dd
Ich will keine Werbung machen, wenn es nicht ok ist bitte Bescheid sagen und/ oder den Beitrag löschen!

LG Petra
Will wieder zurück nach Australien...

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Klaus de Leuw
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Re: Schwarzmeergrundeln u.ä.

Beitrag von Klaus de Leuw » 31.08.2015 17:20

Hallo Petra,
Bei der Zutatenliste frage ich mich, ob es ein Futtermittel oder ein Medikament ist:
"Johannisbrotkernmehl, Kaliumcitrat, Taurin, Hagebutte, Hibiskusblüten, Calendulablüte, Ringelblumenblüte, Paprika, Gelbwurz, Calciumpropionat und Kaliumsorbat als Konservierungsmittel, Magnesium-Aminosäure-Komplex, Zink-Methion-Hydroxy-Komplex, Mangan-Methionin-Hydroxy-Analog-Komplex, Kupfer- Methionin-Hydroxy-Analog-Komplex, Selen-Hefe, Vitamine (Vitamin A, Vitamin D, Cholinchlorid, Calcium L-Ascorbyl-2-Monophosphat, Vitamin E, Niacin, Beta-Karotin, Pantothensäure, Riboflavin, Pyridoxin Hydrochlorid, Thiamin Mononitrat, Menadion-Natrium-Bisulfit-Komplex, Folsäure, Biotin, Vitamin B12)"

Mal abgesehen davon, dass von den Vitaminen nicht viel übrig bleiben dürfte, wenn man das Zeug erst kocht und dann bis zu zwei Wochen im Kühlschrank lagert.

Gruß, Klaus
Gruß, Klaus - nett kann ich auch, bringt aber nix B-)

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