Macrogyrodactylus polypteri bei Flösselaal

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Macrogyrodactylus polypteri bei Flösselaal

Beitrag von Bube71 » 08.01.2018 10:27

Hallo zusammen,

ich habe bei 3 meiner 8 Flösselaalen Macrogyrodactylus polypteri festgestellt. Die Aale sind jetz auch nicht so stark befallen. So ca. 4-5 Würmer pro Aal schätze ich, alle am Körper nicht am Kopf. Soll ich hier schon überhaupt schon Medikamentös behandeln ? Oder lieber beobachten ?
Ich habe auch gelesen das Sera Tremazol bei Macrogyrodactylus polypteri recht wirksam ist und sogar für Schnecken etc. recht gut verträglich ist. Hat da jemand denn schon Erfahrungen mit gemacht ? Oder doch lieber dann den "Schneckentöter" Sera Nematol ?

Grüße
Boris
Grüße
Boris


AF377

Re: Macrogyrodactylus polypteri bei Flösselaal

Beitrag von AF377 » 08.01.2018 13:30

Hallo Boris,

da die Macrogyrodactylus bereits "gestaffelte" Folge-Generationen (ich glaube die nächsten 3) in sich tragen, kann die Vermehrung leider überraschend schnell erfolgen. Ich würde daher dazu raten, die Behandlung möglichst rasch einzuleiten.
Nematol ist in erster Linie für die Bekämpfung von Nematoden gedacht, ob es überhaupt gegen Macrogyrodactylus wirksam ist, weiss ich nicht. Tremazol ist aber ganz sicher zur Behandlung von Hautwürmern (Gyrodactylus/Dactylogyrus) geeignet. Ich habe mit Tremazol bisher nur gute Erfahrungen gemacht und u.a. den Macrogyrodactylus-Befall meiner P.polli damit erfolgreich behandelt.

Aufgrund der eingesetzten Trägermatrix (Praziquantel ist eigentlich wasserunlöslich) auf Trübung der Wassers achten und gut durchlüften, etwa 1x Beckenvolumen/pro Stunde hat sich bei mir bewährt (also z.B. 400l/h bei einem 400l-Becken). Das sollte bei Luftatmern zwar eigentlich unkritisch sein, aber sicher ist sicher.

Viele Grüße und gute Besserung,
Andreas

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Rossi077
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Re: Macrogyrodactylus polypteri bei Flösselaal

Beitrag von Rossi077 » 08.01.2018 19:48

Hi Boris,

ich hatte dies vor Jahren auch mal bei meinen Flösselaalen und wir hatten dieses Thema auch schon ausführlich diskutiert. Unter anderem ging es dort auch um die Behandlung mit "Flubenol 5%" in Pulverform was man so wohl nur beim Tierarzt bekommt. Ich werde mal schauen, ob ich das Thema noch finde.
Egal welches Mittel zum Einsatz kommen soll, sollte die Behandlung schnell erfolgen.

Habe nochmal geschaut und die guten Links gefunden: (der zweite Link ist sehr interessant)

viewtopic.php?f=42&t=10388
viewtopic.php?f=3&t=10437

Gruß, Daniel
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Wallace
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Re: Macrogyrodactylus polypteri bei Flösselaal

Beitrag von Wallace » 09.01.2018 08:59

Hallo,

der Tread Macrogyrodactylus polypteri MALMBERG, 1957 von unserem Mitglied Arne ist wohl beim letzten "Forum Crash" verloren gegangen.. :-o
Da ich aber auch schonmal meine Flösselhechte behandeln musste hab ich damals den Tread als Word Dokument heruntergeladen um schneller die Behandlungshinweise nachzulesen..

Ich würde einfach nochmal den Tread im Original Wortlaut von Arne hochladen um es allen Mitgliedern, die eventuell behandeln wollen, verfügbar zu machen.
Ich hoffe, dass ist OK für alle :)
Danke nochmal an Arne für die tolle Beschreibung und Anleitung zur Behandlung!
Hat bei mir prima funktioniert.

Hier der Link zum Thema:
viewtopic.php?f=42&t=13164


Grüße Torsten
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Re: Macrogyrodactylus polypteri bei Flösselaal

Beitrag von Bube71 » 09.01.2018 10:31

Hi zusammen,

Danke für euere Infos.
Da ich relativ viele Schnecken, vor allem Turmdeckelschnecken im Becken habe, werde ich wohl mit Sera Tremazol d.h. Praziquantel behandeln. Hat dazu noch jemand Tipps ? Oder streng nach der Gebrauchs-Anleitung ?
Grüße
Boris


AF377

Re: Macrogyrodactylus polypteri bei Flösselaal

Beitrag von AF377 » 09.01.2018 11:31

Ich finde jetzt die Quelle nicht mehr, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass bei Praziquantel eine längere Behandlungsdauer mit ggf. reduzierter Dosis sinnvoll(er) ist. Möglicherweise war das auch "nur" eine tel. Auskunft von Alpha-Biocare. Flaschenhals ist die irgendwann einsetzende bakterielle Trübung, wenn die Trägermatrix (Lösungsvermittler) abgebaut wird. Wenn die Flösselaale sich unauffällig verhalten und noch keine nennenswerte Trübung eingesetzt hat, würde ich länger als 6h behandeln. WW von 80% nach der Behandlung reicht übrigens nicht, das muss schon 2x 80% sein. Da darf am Ausströmer nichts mehr schäumen oder feiner perlen als normal. Sollte eine weitere Behandlung notwendig sein, ist damit zu rechnen, dass die bakterielle Trübung erheblich schneller einsetzt, da die Microfauna dann die Matrix ja schon "kennt". WW vor der Behandlung macht übrigens auch Sinn, da dies ja die Bakteriendichte stark reduziert und dadurch die Trübung später eintritt.

Gut durchlüften (s.o.) und jede Stunde kontrollieren. Ggf. auch nachts mit der Taschenlampe!

Viel Erfolg!

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