Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung scheu

Piranha, Pacu ... u.a.

d_b
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von d_b » 11.03.2016 00:02

Hallo Marcus

vorab: ich war Fußball schauen (mit Bier)
Wenn ich mir das Filmchen von Andreas anschaue, sieht das eher natürlich aus als dein schönes (menschlich gesehen) Becken. Und in solch einem Becken dürfte sich in Fisch, egal welcher Spezies er angehört, vielleicht eher wohlfühlen. Wobei das wahrscheinlich keiner genau nachvollziehen kann.
Aber die Aussage, dass ein Tier nur in Einzelhaltung gehältert werden kann, sollte (in meinen Augen) eher als Ausschlusskriterium gesehen werden. Sowas sehe ich als verantwortungslos. Aber das muss ja nicht für alle gelten.
Vielleicht wäre es besser, wenn verantwortungsvolle Aquarianer auf solche Experimente verzichten. Es muss doch nicht wirklich sein, oder? Es gibt sooo viele Fische, die ohne Probleme in Aquarien gehalten werden können. Da muss es doch nicht zwingend ein Tier sein, dass angeblich nur in Einzelha(ft)ltung zu pflegen ist.
Oder?

Grüße
Dirk


scorp
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von scorp » 11.03.2016 03:19

Hallo,

Rhombeus und Gruppenhaltung...am besten ein paar Goldfische als Freunde zum Kuscheln, damit er nicht so alleine ist. Wenn sich 2 Serrasalmus in die Haare kriegen, im beengten Raum eines Aquariums, ist das mit Channa nicht zu vergleichen. Diese sind dagegen geradezu fromme Lämmer! Das ist in der Natur anders, aber da ist auch Platz.

Mach das was Andreas schrieb bitte: Wurzeln im Hintergrund bis nach oben, die Schatten spenden.

https://youtu.be/LJJI5MD__8w

Dazu noch ordentlich!!! Strömung und die äußeren Umstände stimmen schon mal.

Und den Kleinen viel zu "beschäftigen" hilft auch sehr. Soll heißen, dass er sich an Menschen (dich) gewöhnen muss. Im Keller mit täglich einem Besuch von 5 Minuten wird sich das Verhalten bis zum (semi-)adulten Stadium wahrscheinlich sonst nicht ändern.

mfg Thimo


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Marcus_H
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Marcus_H » 11.03.2016 13:16

Hallo,

also Deckung von Oben ist derzeit in der Tat mau, da die Süsswasserseerosen noch nicht so wollen wie ich ;) Mal gucken wie ich da mit Wurzeln Abhilfe schaffen könnte, aber wie ihr auf den Bildern seht ist das Becken ja in weiten Teilen schon stockfinster :(

Bodengrund besteht doch im Moment aus Grauschwarzen Naturkieseln ... also viel dunkler geht das nicht mehr

Das Becken steht auch im Wohnzimmer, da ist immer Verkehr, also vor allem ich ;)

Und Strömung sollte mit zwei Strömungspumpen (1x4000 L/H und einmal 1800 L/h) doch eigentlich nicht das Problem sein.

@Scorp

Ja genau so kenne ich das eben von den bisherigen Erfahrungsberichten auch, Serrasalmus am besten getrennt. So war es auch beim Vorbesitzer. Nur waren die Piris da allesamt mutiger, aber vielleicht auch einfach deswegen weil die Becken so klein waren, dass Territorium = Beckengröße war.

Wurden deine Piris ab ner Gewissen Größe mutiger?
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Andreas Stelzig » 11.03.2016 17:33

Hallo Marcus.
...aber wie ihr auf den Bildern seht ist das Becken ja in weiten Teilen schon stockfinster
Naja, aber Deckung von oben ist eben etwas anderes, als "stockfinster"!
Die Tiere benötigen Unterstände.
Wenn auch aus anderen Gründen (Platzbedarf), dekorieren viele Rochhalter ihre Becken "von oben".
Das solltest Du ähnlich machen.
Du hast einfach noch zu wenig "Struktur" im Becken.

Beste Grüße. Andreas


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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von d_b » 11.03.2016 21:39

Hallo Thimo,

man kann es so verstehen, dass ich empfehle, dem Fisch Mitbewohner zu gönnen.
Man kann es auch so verstehen, dass ich grundsätzlich den Sinn anzweifele, Tiere zu pflegen, denen man nicht die Möglichkeit geben kann, sich halbwegs normal zu entwickeln.
Und wenn für zwei Individuen einer Art nicht genug Platz vorhanden ist, wage ich zu behaupten, dass man besser diese Tiere dort lässt, wo sie herkommen.

Aber warum auch immer hält man(n) sich gern böse Räuber zu Haus.
Schade für's Tier.

Grüße
Dirk


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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Marcus_H » 11.03.2016 23:15

Hmm mal gucken ob ich ne Wurzel in adäquater Größe für einen humanen Preis auftreibe, hat ja keinen Sinn da so'n 40cm Stecken reinzuwerfen, da wäre ja seine derzeitige Höhle schon größer.

@Dirk

ich denke manchmal vermenschelt man die Tiere da auch etwas zu sehr. Serrasalmus sind in dr Natur (als Erwachsene) ja nun wirklich nicht oft in allzu großer Nähe zueinander unterwegs und letzlich können wir den Fisch nicht fragen was ihm/ihr lieber ist: Ein sicheres Bequemes Leben ohne Paarung oder die Wildnis mit allem was dazu gehört, immerhin kommen da auch viele Exemplare nie dazu sich zu vermehren, weil sie eben vorher gefressen werden ....

Mal ganz davon ab, dass wir derart strenge Maßstäbe sonst auch nicht anlegen, Hunde sind mit sicherheit sozialere Tiere als Serras - werden meist einzeln gehalten und dürfen trotz offensichtlich stark ausgeprägtem Vermehrungstrieb auch meistens nie "ran" ;) Von Pferden und Vögeln mal ganz zu schweigen .....
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Andreas Stelzig » 11.03.2016 23:44

Hallo Marcus,

Geld für Wurzeln ausgeben - wozu?
Such Dir Totholz (Weide, Holunder, Linde, Buche, etc. - nur bitte kein Nadelholz!).
Am besten direkt vom Baum/Strauch abbrechen, Rinde grob entfernen (nur weil Du keine Welse im Becken hast) und reinstopfen!
Schöne große/dicke Äste - dann kannst Du die direkt auf Beckengröße zurechtstutzen und in oberen Bereichen des Beckens irgendwie festklemmen.
Noch ein paar dünne Zweige dazwischen stopfen - schon passt es!
Sieht Klasse aus und "Schnuffelhase" wird es lieben - wetten?

Andreas


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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Marcus_H » 12.03.2016 00:33

Naja ich hatte schonmal Holz direkt aus dem Wald im Teich probiert, da hat es zum Teil dann halt doch ziemlich gegammelt. Abkochen geht ja bei der Größe auch nicht mehr. (Wobei ich auchmal kleinere Mangrovenstückchen abgekocht hatte und DIE haben dann gegammelt). Denke sowas ist dann verlässlicher, sieht auch Bombe aus, aber der Preis ist auch ziemlich jenseitig leider:

http://www.ebay.de/itm/XXXL-Verzweigte- ... Swd0BV3LzM

Aber optisch schon der Hammer, das muss man diesem konkreten Exemplar lassen.
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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Andreas Stelzig » 12.03.2016 12:40

Hi Marcus,

stimmt, dass Mangroven-Teil auf dem Foto ist wirklich sehr schön.
Der Preis ist aber eine Frechheit!

Darum geht es aber gar nicht:
Wenn Du T O T E S (!) Holz nimmst, gammelt garnix!
Es können sich in den ersten Tagen maximal hier und da ein paar Pilze (watteähnlicher Belag) auf dem Holz bilden.
Völlig ungefährlich, fällt nach einigen Tagen von selbst in sich zusammen.
Die Voraussetzung ist nur: Das Holz muss wirklich tot sein.
Linden oder Weiden (bspw.) "produzieren" in jedem Jahr abgestorbene Äste in rauhen Mengen.
Du erkennst sie daran, dass sie kaum noch Rinde tragen, dass Holz wirkt fast wie blank geputzt.
Sie lassen sich auch ganz einfach (meist mit lautem Knacken) direkt vom Baum/Strauch abbrechen.
Besser als irgend etwas "aufsammeln", denn vom Baum hast Du die Gewissheit, dass keine Verunreinigungen vorhanden sind.
Ich mache das seit 100 :D Jahren so, in Becken jeder Größenordnung!
Solltest Du Dich vielleicht auch noch dazu entschliessen, Deinem "Schnuffel" noch ein paar Ancistrus beizusetzen, brauchst Du nicht mal die restl. Rinde entfernen.
Delikat für Welse!
Auch der anfänglich möglicherweise (!) vorhandene Belag entsteht dann gar nicht erst!
Sollte Dein Wasser im leicht sauren pH-Bereich sein, werden sich die Pilzbeläge ebenfalls nicht bilden.

Glaub mir bitte, Marcus, Struktur im Becken ist - nicht nur bei Piris - das A und O!
Die meisten Fischarten reagieren auf ausreichend vorhandenen Unterstände und "Revierbildungsmöglichkeiten" mit einem völlig veränderten und entspannten Verhalten.
Dein Becken sieht nicht schlecht aus, ist aber für den S. rhombeus in der derzeitigen Gestaltung ungeeignet.

Allerbeste Grüße, Andreas


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Re: Rhombeus trotz dunklem Becken und langer Eingewöhnung sc

Beitrag von Marcus_H » 12.03.2016 12:58

Ja die Preise für Mangrovenholz haben sich in den letzten Jahren echt in eine arg bedenkliche Richtung entwickelt!

Ja diese Beläge auf dem Holz hatte ich damals auch, da zu diesem Zeitpunkt kein Bodengrund drin war konnte man auch deutlich sehen wie sich das mit der Zeit ganz schön ansammelt. Früher hatte ich den PH Per Vollentsalzer auf 6.7 runter, da passierte mit dem damaligen Morkienholz in der Tat Nix, heute belasse ich es beim stabileren Leitungswasser, das pendelt sich eben bei 7.5 in etwa ein, was natürlich nicht unbedingt sauer ist

Das Ding ist nur: Wenn ich Ancistren einsetze, was hindert den Rhombeus daran die zu zerlegen? Bin ja froh das er kein Lebendfutter mehr braucht!

Nur wieso klappt es scheinbar bei diesem Becken ohne (nennenswerte) Abdunklung von oben? (+Hellem Bodengrund im Gegensatz zu mir)

https://www.youtube.com/watch?v=xDReM6GXNT0

Liegt das einfach daran das er in dem kleinen Becken sein Revier voll absteckt? Oder einfach nur weil dieses Tier schon etwas ausgewachsener ist?
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