Pygocentrus nattereri anfänger ..

Piranha, Pacu ... u.a.
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boettgeri
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Pygocentrus nattereri anfänger ..

Beitrag von boettgeri » 12.09.2017 14:07

moin moin
bin zwar seit 1999 in der aquarisik aktiv aber seit 2 wochen besitzer einer gruppe Pygocentrus nattereri 7 Tiere
das becken ist 200/60/70 cm hoch bilder poste ich später auch ..
viele schwimmpflantzen viele dunkle ecken im becken 40cm sind gar nicht beleuchtet ! gerade diese dunklen ecken weren super angenommen ....
habe in den parr wochen schon ein enorm interesantes verhalten beobachten köönen mir scheint Pygocentrus nattereri sind enorm schreckhafte und stressanfällige fische .....

Filterung 220Liter Filterbecken im Keller mit automatischer wassernachfüllung mit regenwasser ....
das becken war vorher ein natur aquarium ... zum herbst wird auch wieder laub eingebracht ... wer natur will kommt nun mal um schwebstoffe im wasser net herum ...

habe die Tiere aus einem 100cm becken taghell keine deko nur lochgestein und kies ;) noch fragen ?
mein problem die tiere wurden lebtags nur mit trockenfutter gefüttert .....
wen man versucht die tiere auf anderes futter um zustellen merkt man einmal mehr um was für sensible fische es sich handelt ....

mich würde interesiren was füttert ihr ?

zweites problem laut vorbesitzer soll die gruppe extrem aresiv sein ... so nu stelle ich mir die frage die tiere sitzen unter ner flutlichtbeleuchtung unter den schlechtesten bedingungen ... denke das das der auslöser war für die aresivität ... hoffe ich ;) bei mir merke ich jedenfalls keinerlei anzeichen von attacken oder aresivem verhalten ....
wie schützt ihr euch ? oder woran erkennt ihr wie die gruppe gerade drauf ist ... ?
hatte diese alu fleischer handschuhe im auge kosten 17euro nur handschuhe sind toll bei nem becken was 70cm hoch ist wo man bis zur schulter drin hängt ;)

hoffe ein parr kontakte zu finden zu anderen Haltern dieses wunderbaren fisches :)


Basepohl
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Re: Pygocentrus nattereri anfänger ..

Beitrag von Basepohl » 13.09.2017 10:15

Hallo boettgeri,

es freut mich, daß du den Tieren vernüftig Platz anbieten kannst. Diese Fische gehören nicht in Anfängerhände, man muss bei diesen Tieren genau auf deren besondere Bedürfnisse eingehen, ansonsten schwimmt irgendwann nur noch 1 Fisch im Becken. Man muss den Laien eigentlich immer von der Haltung abraten, es gibt einfach zuviele Feinheiten in der Haltung die beachtet werden wollen. Ich halte seit über 25 Jahren Piranhas der unterschiedlichsten Arten. Öfters mehrfach Gruppen von P. nattereri. Ich habe folgendes festgestellt. Je größer die Gruppe (damit jedoch auch proportional größer das Becken) desto geringer waren die innerartlichen Aggressionen (Revierstreitigkeiten, Paarung etc.).

Was ich auch feststellen konnte: Piranhas sind Charaktertiere! Ich hatte Tiere, die waren sehr zutraulich, ohne jegliche Aggression untereinander, es gab kaum Verletzungen (wenn, dann nur beim Fressen im Eifer des Gefechts). Dann gab es wiederum Gruppen, die waren untereinander sehr aggressiv, territorial, kaum miteinander zu halten. Achtung: Die Gruppen lebten nacheinander im gleichen Becken, Inneneinrichtung, Licht, Bepflanzung, Futter, Futterzeiten etc. alles gleich geblieben. Alle beschriebenen Beobachtungen bezogen sich auf P. nattereri.

Nun zu deinen Fragen.

1.: Futter:
- Rinderherzen, Hühnerherzen, tiefgefrorenen Fisch (haupts. Lachs), Stinte, Regenwürmer/ Tauwürmer, Hähnchenfleisch, tiefgefr. Garnelen, Muschelfleisch.
Musst du schauen, was sie mögen, wechsel ruhig ab und an das Angebot. Eventuell fressen sie manche oben erwähnten Dinge überhaupt nicht, vielleicht aber später dann doch. Einfach immer mal wieder anbieten. Das Futter spieße ich am liebsten auf einen Stahldraht auf und hänge es in das Becken. Vorteil: Futter bleibt kontrolliert an Ort und Stelle und verschwindet nicht hinter irgendeiner Pflanze oder dunkelen Ecke und vergammelt. Ggf. mehrere Drähte einhängen, dann kommt keine Streiterei auf - Verletzungen sind die Folge und wenn man Pech hat (du weniger als das Tier) wird das verletzte Tier gleich mitgefressen!

2.: Schutz:
- Keine Handschuhe etc. Einfach Augen auf! Hatte noch nie eine Verletzung, obwohl manchmal nicht viel gefehlt hätte. War aber dann meine Schuld, kurz abgelenkt. Behalte die Tiere immer im Auge. Ihr werdet ein eingespieltes Team. Die Fische merken schnell, wenn du was im Becken machen willst und gehen deiner Hand aus dem Weg. Greif nicht dorthin, wo sich die Tiere/ die Gruppe aufhält. Kannst ja einen Stab nehmen und die Tiere RUHIG von ihren Platz vertreiben. Das geht sehr gut, schwimmen meist dann da hin, wo du sie gerade nicht "brauchst". Aber: Verbinde nicht das Füttern mit anschließenden Reinigungsarbeiten. Das können sie nicht differenzieren - dann kanns knapp werden, weil sie denken, dass es mit dem Füttern weiter geht.
Ich hatte mal vor vielen Jahren einen Serrasalmus rhombeus, der war viele Jahre in meiner Pflege und bestimmt schon 30 cm lang. Den konnte ich bei Reinugngsarbeiten tatsächlich mit der Hand vorsichtig zur Seite schieben. Ging immer gut, aber man kannte sich:-) Bei meinem jetzigen kleinen S. rhombeus (gerade mal 8 cm lang) werde ich das später unterlassen, der ist vom Charakter (da schließt sich der Kreis) absolut anders. Sagen wir es mal so - er ist gerne allein und möchte es auch bleiben:-)

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen Helfen - wenn du weitere Fragen hast, dann immer her damit.

Viel Spaß an den tollen Fischen und zeige uns mal Bilder.

Gruß David
Akutuell in meinem Bestand:

1x Serrasalmus gibbus,
1x Serrasalmus rhombeus,
1x Serrasalmus geryi (Violette Variante),
2x Pygopristis denticulatus.

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