Auch im "neuen" Becken Fische atmen nicht normal

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Marcus_H
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Re: Auch im "neuen" Becken Fische atmen nicht normal

Beitrag von Marcus_H » 03.08.2016 20:34

Ja leider konnte er mit meiner Frage nach der Keimdichte nicht so wirklich viel anfangen (spricht eigentlich arabisch, kommunizieren in englisch) aber das versuche ich noch herauszufinden.

UV Anlage halte ich halt auch für die allerletzte Notlösung. Derzeit KH auf 3, PH bei ganz knapp über 7, mit dem nächsten Wechsel sollte die KH bei 2 und der Ph damit auf jeden Fall bei unter 7 landen. Wenn das nicht reicht ginge noch CO2 und / oder Eichenlaub, da sollten dann bei KH 2 auch sehr geringe Mengen ausreichen.


Das E-Coli Kiemen befällt wäre mir auch neu, aber wenn die en Masse im Becken sein sollten, dann wäre das zumindest ein Hinweis das irgendwas nicht stimmt.
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Klaus de Leuw
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Re: Auch im "neuen" Becken Fische atmen nicht normal

Beitrag von Klaus de Leuw » 03.08.2016 20:57

Hallo Marcus,

es würde ja schon reichen, wenn er angeben würde, wieviel Aquarienwasser er wie stark verdünnte und vie viele Kolonien er damit erzielte.

Gruß, Klaus
Gruß, Klaus - nett kann ich auch, bringt aber nix B-)


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Marcus_H
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Re: Auch im "neuen" Becken Fische atmen nicht normal

Beitrag von Marcus_H » 08.08.2016 13:56

Also er sagte zum Keimdruck:

"I just plated yesterday 100microliters of a non-diluted water and got 8 colonies

(8*1)/0,1 = 80"

Das wäre ja Amazones-Niveau, verdächtig traumhaft....


War kürzlich bei den Eltern und habe da mal nachgemessen, in deren Becken atmen selbst hektische Gesellen wie Schwanzfleck-Algenfresser ziemlich ruhig, leider habe ich keine Caribas als Direktvergleich ;)

Interessant sind die Werte:

Leitung locker PH 7.2, wenn nicht nen Tick höher.
Becken klar bei PH6.8
KH bei Hahn 2 / Becken 2
Leitwert: Hahn 172-189, Becken 195

Soweit so normal, immerhin sollte sich ja der PH Wert durch Pflanzen und diversen leichten Gammel bei einer niedrigen KH leicht nach unten entwickeln.

Derzeit das VE-gemische Becken:

PH 7.0 (vermutlich 6.9-7.1)
KH auch 2
Leitwert 150

Hierbei ist es so, dass der PH erstmal meist noch nen tick niedriger ist (logisch, kann ein Rest CO2 sein aus dem VE Wasser, wobei das schon 48 Stunden gemischt abgestanden war), danach geht er eher hoch, wobei er diesmal bei nahe 7.0 verharrt. Aber runter, so wie in der Heimat, geht er eben nicht. Und das obwohl die KH auch bei 2 liegt, nun kann es natürlich sein, dass die KH zu Hause eher bei 1.5 liegt, Tropfen sind ja Tropfen, aber das glaube ich nicht, da der Leitwert in meinem Mischbecken niedriger ist.

Spannend natürlich auch der Sauerstoff: In der Heimat Mittags 13 Uhr bei 26° ziemlich genau 6.0mg/l, was ok ist, aber auch nicht grandios.

Hier im Becken Morgens vorm Licht anschalten bei 25° satte 7.0mg/l, was deutlich besser ist, trotzdem atmen die Tiere hier eben hektischer.

Spannende Zusatzinfo: In BEIDEN Becken befindet sich seit einigen Monaten die fast gleiche Inneneinrichtung (weil sie mir eben gefällt), beide haben dunklen gerundeten Naturkies, schwarze Basaltsteine (beide härten nicht auf, selber vertrieb bzw. fluss) und viele Pflanzen (ok die Bepflanzung ist nicht identisch und im Elternbecken ist ne Wurzel, die ist aber sehr fest und alt, die säuert nicht mehr groß), beide haben als Filterung HMF+Strömungspumpe + Eheim-Innenfilter.

Grüße
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Re: Auch im "neuen" Becken Fische atmen nicht normal

Beitrag von EinMeterAchtzig » 11.08.2016 10:48

Hallo Marcus,
ich kann mir nur schwer vorstellen,dass es am ph-Wert liegt, viel mehr denke ich, dass irgendetwas die Kiemen reizt bzw. den Gasaustausch blockiert. Im Meerwasser würde ich darauf tippen, dass ne Seegurke in deinem Becken abgenippelt ist wobei das ne offensichtliche Sauerei ist. Aber davon ausgehend kann ich mir gut vorstellen, dass in deinem Ausgangswasser irgend etwas drin ist was deinen Fischen zu schaffen macht (vielleicht Chlor? oder etwas ähnliches). Da du ja mit deinen Eltern einen super Vergleichstypen hast versuche doch mal die Wasserwerte die vom Versorger angegeben werden müssen bei beiden Standpunkte zu vergleichen und guck dir exakt die Werte an die sich eklatant unterscheiden. Da ich letztens umgezogen bin kann ich ein Lied von der unterschiedlichen Wasserqualität innerhalb Deutschlands singen. Bei mir gab es bspw. eine Steigerung des Nitratwertes aus dem Leitungswasser von 0,6mg/l auf 45mg/l der Grenzwert liegt bei 50mg/l -.-
Nur so als Beispiel.
mfg Jan

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Klaus de Leuw
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Re: Auch im "neuen" Becken Fische atmen nicht normal

Beitrag von Klaus de Leuw » 11.08.2016 11:07

Hallo zusammen,

Marcus, bist Du in der Lage, eine große Menge Wasser von Deinen Eltern zu Dir zu tranportieren, um einen großen Wasserwechsel zu machen? Wenn dann der Atem besser wird, liegt es am Wasser.
EinMeterAchtzig hat geschrieben:Da ich letztens umgezogen bin kann ich ein Lied von der unterschiedlichen Wasserqualität innerhalb Deutschlands singen. Bei mir gab es bspw. eine Steigerung des Nitratwertes aus dem Leitungswasser von 0,6mg/l auf 45mg/l der Grenzwert liegt bei 50mg/l
Bei uns wird alle paar Jahre wegen Wartungsarbeiten im Wasserwerk von Uferfiltrat auf Talsperrenwasser umgestellt. Das steht allerdings vorher in der Zeitung.

Gruß, Klaus
Gruß, Klaus - nett kann ich auch, bringt aber nix B-)


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Re: Auch im "neuen" Becken Fische atmen nicht normal

Beitrag von Marcus_H » 11.08.2016 12:06

Nein große Mengen, also so, dass es für einen WW eine Rolle spielen würde, kann ich nicht transportieren. Deswegen wird heute einer der Cariba in ein Quarantänebecken mit Heimatwasser gesetzt. (Filter stammt allerdings aus dem Hauptbecken, weil so schnell läuft ja Nix ein). Der Ph-Wert des Heimatwassers ging im Quarantänebecken verständlicherweise nicht so runter wie zu Hause, da sich dort nur etwas Kies und ein Versteck befindet. Deshalb habe ich da Erlenzapfen eingesetzt, die sollen ja eh beruhigen.

Bei 50 Litern Wasser und der heimatüblichen KH von 2 bewirkten die immerhin ein leichtes Absinken von 7.2 auf etwa 7.0, die 6.8 der Heimat wurden aber nicht erreicht.

Hier mal was ich zu den Werten gefunden habe, die von den Städten angegeben werden. (Hier in Marburg wird alles aus den Leitungen gemischt, müsste man also nen Durchschnitt nehmen. Der Leiwert bei mir in der Leitung beträgt wie gesagt etwa 480, schein also stark aus Ronhausen/Michelbach zu kommen)

Wieso die in Oberursel nen Ph von über 8 gemessen haben ist mir schleierhaft, zwei JBL Tests, ein Elos Tropfentest und ein (billiges) PH Meter sagen eindeutig Leitung eta 7.2...


Oberursel (Heimat)

http://www.bilder-upload.eu/show.php?fi ... 913804.jpg

Marburg (großes Becken)

http://www.bilder-upload.eu/show.php?fi ... 913835.jpg

Grüße
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Re: Auch im "neuen" Becken Fische atmen nicht normal

Beitrag von Marcus_H » 11.08.2016 16:41

Nachtrag, was mir aufgefalen war:

Obwohl sowohl beim Heimaquarium als auch hier vor Ort in etwa die gleiche Menge Sauerstoff am Ende bei der Messung rauskam, jeweils etwa 6mg/l (bis zu 7 hier in Marburg, aber nicht nach Füttern), löste sich die Mischung aus den ersten beiden Reagenzien (Manganous sulfate solution + alkali azide), die mittels sulphursäure gelöst werden, in der Heimat deutlich schneller auf. Die braunen Flocken die zunächst entstehen und deren anzahl und größe meist ein früher indikator für di sauerstoffmenge ist, waren beim heimatwasser deutlich feiner, heller und schneller gelöst, ohne dass das Ergebnis groß abwich. Ebenso war es eben bei der Nachkontrolle im Quarantänebecken. Kann das ein Hinweis sein?

Und was mir am Becken hier noch auffällt: Enorm viele Blasenschnecken. Aber das ist ja an sch nix Negatives.
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Re: Auch im "neuen" Becken Fische atmen nicht normal

Beitrag von EinMeterAchtzig » 12.08.2016 12:12

Hallo Marcus, jetzt beim schnellen drüber gucken sind mir ein paar werte aufgefallen die in Marburg wesentlich höher sind als in Oberursel

Chlorid
Natrium
Sulfat
evtl. noch mehr (hab jetzt nicht die Zeit das vollkommen zu überprüfen :( )

Wie weit die jetzt zu dem Problem beitragen könnten kann ich nicht sagen, da ich kein Chemiker bzw. Biologe bin. Jedoch steht außer Frage, dass irgendwas die Tiere belastet oder reizt, daher würde ich jetzt auf diese weise die Stoffe im Wasser identifizieren, die stark voneinander abweichen und versuchen einen zusammenhang zu knüpfen mit Stoff und Symptom.
Ist eine heiden Arbeit aber mir persönlich fällt nix anderes ein. Und um ehrlich zu sein mir will ums verrecken nicht reingehen, dass es am ph-Wert liegt.
mfg Jan


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Re: Auch im "neuen" Becken Fische atmen nicht normal

Beitrag von Marcus_H » 12.08.2016 13:24

Nun die Frage ist dabei halt: Was davon kann überhaupt einen Reiser Blockfilter passieren?

Mittlerweile ist darüber Hinaus der Leitwert bei 120, ausgehend von 480 Ausgang sind also auch schon 75% des Beckenwassers zusätzlich zum Reiser Blockfilter auch noch durch den Vollentsalzer.

Was kann da noch durch?? Zumal ja all diese Werte in Marburg noch der Trinkwasserverordnung entsprechen müssen. Aber vielleicht lohnt es mal hier beim Aquarienverein vor Ort nachzufragen, falls es nicht konkret an der Hausleitung aber dennoch am Leitungswasser liegt, müssten andere ja ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Der Ph-Wert im Becken ist seit dem letzten Wechsel mit fast reinem VE Wasser (dämpfe das in der Tonne immer etwas ab, so dass der PH Wert des Wechselwassers nicht unter 5.5 geht) nun runter auf 6.8, Tendenz 6.7.

KH ist immernoch bei 2 Tropfen, aber sicher nicht mehr volle 2., Leitwert wie gesagt 120, Temperatur 24.5°

Habe heute neue Videos von mehreren Tieren direkt hintereinander gemacht, darunter auch eines von dem Tier im Quarantänebecken mit Heimatwasser, dass leider sehr schwer zu filmen ist, da der noch unruhig im neuen Becken ist oder sich versteckt. Von der Beobachtung her könnte ich mir einbilden, dass er etwas ruhiger Atmet, aber das wäre grob ungenau.

Die Tiere im Hauptbecken atmen scheinbar nicht alle so ganz extrem hektisch, wirklich gut atmet aber mMn keiner, trotz eben PH 6.8 (wobei der erst seit 12 Stunden besteht, kann noch Gewöhnung sein)

https://www.youtube.com/watch?v=pL6vgzjtSqk

https://www.youtube.com/watch?v=kdsc2z6JTIs

https://www.youtube.com/watch?v=KKUdydlPdAY

https://www.youtube.com/watch?v=ayXtT5DjMvM

https://www.youtube.com/watch?v=sJSaK6Gh6ss

https://www.youtube.com/watch?v=_Nw1mGEaMIg
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Re: Auch im "neuen" Becken Fische atmen nicht normal

Beitrag von Mii » 12.08.2016 18:11

Hallo Marcus,
Marcus_H hat geschrieben:
Was kann da noch durch?? Zumal ja all diese Werte in Marburg noch der Trinkwasserverordnung entsprechen müssen. Aber vielleicht lohnt es mal hier beim Aquarienverein vor Ort nachzufragen, falls es nicht konkret an der Hausleitung aber dennoch am Leitungswasser liegt, müssten andere ja ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
ich hatte bis Ende Februar zwei Becken in Marburg stehen und keinerlei Probleme mit dem Wasser. Auch von anderen Aquarianern habe ich nichts negatives gehört.

Falls es wirklich am städtischen Wasser liegen sollte, muss das Problem neu sein.
Gruß
Malte

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