Gymnothorax tile!

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Klaus de Leuw
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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Klaus de Leuw » 29.11.2017 20:10

Hallo,
Xeno hat geschrieben:
29.11.2017 19:40
Bei der Recherche fanden sich keine Quellen, die "Auf Dauer Meerwasser, sonst verrecken sie einfach" aussagen.
Schlecht recherchiert!
Beireits auf der ersten Seite findet sich ein Link zum Händler Panta Rhei, in dem es deutlich heißt, dass Erwachsene in Salzwasser leben und nur die Jungen in Brackwasser.
http://shop.panta-rhei-aquatics.com/Fis ... :6874.html
Da ich es nun das erste Mal lese, erkundige ich mich einmal in einem amerikanischen Forum, wo hoffentlich Leute mit praktischer Erfahrung zu finden sind.
Auch hier im Forum haben einige von ihren praktischen Erfahrungen berichtet, diese sind leicht über die Suchfunktion zu finden.
aja, ich bin da doch sehr skeptisch.
Von Gobioides broussonnetii liest man ab und zu auch, dass sie keinesfalls im Süßwasser zu halten sind.
Meine lebte und wuchs über etwa 12 Monate problemlos in reinem SW.
Und dann?
Und ist so ein Ding wirklich notwendig?
Das hängt wohl von der Stärke des Besatzes und dessen Empfindlichkeit ab. Der Abschäumer entfernt Einweiß und einen Teil der Abbauprodukte aus dem Wasser und sammelt sie als Schaum, den man dann verklappen kann. Das entlastet den Filter und vergrößert die nötigen Wasserwechselintervalle, klappt aber in Süßwasser meist nicht.

Gruß, Klaus
Gruß, Klaus - nett kann ich auch, bringt aber nix B-)

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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Xeno » 29.11.2017 23:16

Hey,
Und dann zog sie mit in's Brackwasser, hätte sie aber auch ohne Bedenken weiterhin im Süßwasser gepflegt.
Ansonsten schwimmen auch Datnioides polota hier ohne Salzzusatz.
Also ist es hier nicht notwenig, das ist gut, dann wäre das stetige Aufsalzen kein großes Thema, ich will nur unten gerade nicht mehr Technik laufen haben.
Aktuell sind 10 Becken in Betrieb, ich denke, dass man es nachvollziehen kann, dass nicht noch ein Gerät an den Strom soll, was nicht zwingend notwendig ist.
Gefiltert wird über einen etwa 50x7x50 HMF mit 1000l/h (nicht gedrosselt).
Der Besatz besteht aus G.tile und G.broussonnetii.
Gerade jeweils ein Tier.
Dass sie im adulten Alter in MW leben bedeutet jedoch nicht automatisch, dass deren Toleranz gegenüber Brackwasser bei Null liegt.
Primär habe ich sämtliche Informationen von Haltern aus den USA, denn im deutschsprachigen Raum gibt's da ja kaum welche von.
Aber Erfahrungsberichte, die über mehrere Jahre gehen, konnte ich keine aufstöbern.

Eine Frage, die aber wahrscheinlich offen bleiben wird, wäre ob Jungtiere diese langsame Steigerung brauchen oder auch direkt bei 1.015 o.Ä. gepflegt werden können.
Gerade habe ich 7,5g/l drin, da der Besatz nicht vollständig ist, möchte ich erst einmal mit dem Erhöhen warten, da potentielle Neuzugänge mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Händler in SW schwimmen.
MfG,
David

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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Xeno » 03.12.2017 05:33

Hier noch ein Clip:

Sie geht problemlos an Muschelfleisch und Stint!
Da sie irgendwo eine Lücke am HMF gefunden hat und regelmäßig hinter der Matte unterwegs ist, wird vor dem Einzug weiterer Bewohner auf einen Außenfilter umgestellt!
MfG,
David

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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Xeno » 12.12.2017 14:25

Hey,
und noch ein Clip:
Nun leben im Becken drei Muränen und zwei Grundeln.
Wahrscheinlich müssen als Restevertilger noch Schnecken oder Poecilia einziehen.

MfG,
David

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Klaus de Leuw
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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Klaus de Leuw » 12.12.2017 14:45

Hallo David,

die "normale" malaiische Turmdeckelschnecke kommt bei mir im Brackwasser sehr gut zurecht, sie vermehrt sich darin auch. sie vertilgt nicht nur Reste, sondern lockert und reinigt den Boden und dient als Indikator für guten Boden, da sie ihn bei Fäulnis vermehrt auch tagsüber verlässt.

Gruß, Klaus
Gruß, Klaus - nett kann ich auch, bringt aber nix B-)

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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Xeno » 12.12.2017 16:15

Hey Klaus,
genau!
Im Becken sind gute 200 von den kleinen Helfern!
Und die vermehren sich prächtig, so dass es mehr Futter für meine Kugelfische gibt.
Jetzt nach dem WW hatten die Tiere drei Tage lang kein Futter angenommen, ergo wurde dieses von den TDS verarbeitet, ABER so langsam, dass das Wasser gut belastet wurde und auch nach einem erneuten WW. noch eine leichte Trübung vorherrscht.

Mir wären Rennschnecken noch ganz lieb, müssten sich ja auch im Brack vermehren können.
MfG,
David

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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Klaus de Leuw » 12.12.2017 17:10

Hallo,
Xeno hat geschrieben:
12.12.2017 16:15
Mir wären Rennschnecken noch ganz lieb, müssten sich ja auch im Brack vermehren können.
Zwei testweise eingesetzte Rennschnecken haben nicht lange durchgehalten. Das mit der Vermehrung ist eh ein Irrtum: Meines Wissen leben die erwachsenen Schnecken im Süßwasser und legen dort ihre Eier, die geschlüpften Larven werden ins Meer verdriftet, wo sie als Plankton in Brack- oder Meerwasser aufwachsen. Dann durchlaufen sie eine Metamorphose und kriechen als Jungschnecken die Flussmündungen hinauf ins Süßwasser. Da sie den Wechsel benötigen, wird weder in Süß- noch in Brack- oder Seewasser die Vermehrung gelingen bzw. der gesamte Zyklus ablaufen. Dazu kommt, dass es nötig sein wird, geeignetes Futter (vermutlich Phytoplankton oder feinstes Zooplankton) für die Larven zu kultivieren.

So dösig wie sich die Grundeln und Muränen beim Beute machen anstellen, würde ich mal testweise eine Portion lebende Ostseegarnelen (gut sortierter Lebendfutterkühlschrank im Zoohandel) einsetzen. Meine Schlammis schaffen es selten, die zu erbeuten, und die räumen Futterreste auch recht gut weg. Allerdings werden die wohl auch in der Natur nicht wahnsinnig alt.

Gruß, Klaus
Gruß, Klaus - nett kann ich auch, bringt aber nix B-)


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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Kiemenschlitzaal » 18.12.2017 00:06

Hallo,
Gymnothorax tile kannst du problemlos in Brackwasser halten, mein Vater hatte 2 über 60cm lange Exemplare und die haben sich super gemacht. Beide haben um die 10 Jahre im Brackwasser gelebt und wurden dann abgegeben, weil mein Vater sich entschieden hat das Becken aufzulösen. Die Tiere werden also diesbezüglich keine Probleme haben. Es stimmt, dass die Jungtiere im Süßwasser aufwachsen und dann später ins Salzwasser übergehen, aber ausgewachsene Exemplare sind häufig an Flussmündungen aufzufinden. Vorauf du achten solltest ist die Ernährung, denn Gymnothorax tile tendiert dazu Fresspausen einzulegen, welche mehrere Monate anhalten können und eventuell sogar zum Tod des Tieres führen können.
Hoffe ich konnte helfen.
MfG, Kiemenschlitzaal

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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Xeno » 18.12.2017 15:28

Hey,
danke dir!
Das deckt ab, was amerikanische Pfleger der Art mir mitgeteilt haben.
Ich werde es so halten, dass ich aufsalze, sobald die Tiere das Futter verweigern, was aber momentan definitiv NICHT der Fall ist.
Als Gesellschaft ziehen noch 7 Neovespicula ein, die ich jetzt durch einen Zufall vor Weihnachten unglaublich günstig bekommen konnte.
MfG,
David

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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Xeno » 22.12.2017 19:06

Hey,
bisher geht's den Tieren prächtig, sie fressen auch ordentlich:
MfG,
David

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