Gymnothorax tile!

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Xeno
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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Xeno » 22.01.2018 20:07

Hey,
und es geht ihnen super!
Die Wespenfische sind leider viel zu klein und bekommen ihr eigenes 200er Brackbecken.
Dafür ist ein Allenbatrachus grunniens eingezogen!
MfG,
David

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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Xeno » 28.01.2018 22:51

Hey,
die drei machen sich weiterhin super!
Salzgehalt ist noch immer bei 7,5g/L.
MfG,
David


Frank H.
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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Frank H. » 15.02.2018 12:18

Hallo zusammen,

hier mal zur Ergänzung der Dauerdiskussion Brackwasser/Meerwasser bei bestimmten Muränenarten zwei Bilder von Gymnothorax polyuranodon.
M.1.jpg
M2.jpg
Die größere Muräne ist ca. 70 cm lang und etwa 10 Jahre alt, sie wurde während dieser Zeit ausschließlich im Brackwasser mit wechselnden Salzanteilen gehalten und erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit. Ich halte seit Jahren Muränen im Brackwasser - meist 5 bis 6 Tiere zusammen - und habe mit Gymnothorax polyuranodon, Gymnothorax tile und ggf. auch Strophidon sathete keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht.

Wichtig sind einfach regelmäßige Wasserwechsel, insbesondere bei der Fütterung mit Stinten und anderem Gefrierfutter. Die Tiere haben einen guten Appetit, damit einhergehend einen entsprechenden Stoffwechsel und reagieren gerne empfindlich auf nachlassende Wasserqualitäten.

Viele Grüße,
Frank
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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Xeno » 16.02.2018 07:50

Hey Frank,
danke dir für deinen Beitrag!
Ich meine auch schon recht viel von dir über Muränen gelesen zu haben!
Ja bisher sehe ich auch keinerlei Problematik, auch die Vergesellschaftung läuft ohne Probleme.
Lediglich die Belastung des Wassers durch eben ausschließliche "Vielfresser" im Becken, ist auch nicht ganz ohne.
Polyuranodon wäre für mich auch interessant, jedoch aufgrund des hohen Anschaffungspreises, habe ich von der Art zum Einstieg abgesehen.
MfG,
David

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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Xeno » 19.06.2018 07:22

Hey!
Mittlerweile haben die Nudeln 40cm+!
MfG,
David

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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Xeno » 03.08.2018 02:04

Natürlich gibt's sie auch zu sehen:
MfG,
David

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Bullhead
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Re: Gymnothorax tile!

Beitrag von Bullhead » Gestern 16:47

Hallo,

ich muss den Thread hier mal neu beleben.
Bin beim stöbern im Inet zufällig über dieses Forum und dieses Thema gestoßen und da ich ebenfalls mit der Goldstaubmuräne (G. tile) zu tun habe, dachte ich mir, es kann nicht schaden, wenn ich meine Erfahrungen hier mal teile.

Seit ca. einem Jahr pflege ich eine Goldstaubmuräne. Ich nutze extra diesen Namen, da ich den Namen "Süßwassermuräne" für Quatsch halte und dies wohl auch der Hauptgrund ist, weshalb die Haltung bei vielen Aquarianern scheitert bzw. sie den Fisch für heikel halten. Gekauft habe ich sie damals mit der zarten Länge und Breite eines Buntstiftes. Sie war wirklich winzig! So klein, dass ich dachte, meine übrigen Riffbewohner würden sie für einen Wurm halten und sie zerlegen. Zu Hause angekommen habe ich sie innerhalb weniger Stunden über die Tröpfchenmethode von Süßwasser an Meerwasser (34g Salz pro Liter / Dichte: 1.024 bei 25-26°C) angepasst und ins Riffbecken gesetzt, was sie ohne murren und knurren weggesteckt hat. Sie hat bereits wenige Tage später mit dem Fressen von kleinen Stint- und Sandgarnelen-Stückchen begonnen.

Ein Jahr später: Die Muräne geht stramm auf die 50cm zu und wächst munter weiter. Ein tolles Tier! Zahm, friedlich, hat noch nie einen der übrigen Bewohner gefressen oder attackiert. Nur bei neu eingesetzten Fischen muss ich aufpassen, denn diese hält sie für Futter. Füttere ich sie aber vor dem Integrieren eines neuen Fisches ausreichend, lässt sie auch neue Fische in Ruhe. Noch nie war sie krank und noch nie hatte sie eine "Fresspause" oder "Hungerperiode" wovon man bei Süß- oder Brackwasserhaltung oft liest. Auch das halte ich für Quatsch. Noch nie hat sie das Futter verweigert! Sie bekommt jeden 2. bis 3. Tag zwei Stinte. Ab und an auch mal Miesmuschelherzen und Sandgarnelen am Stück. Hauptsache es kommt aus dem Meer.

G. tile mag als Jungfisch im Süßwasser leben und auch die Altfische sind in Mündungszonen anzutreffen, aber m.M.n. ist es ein waschechter Meerwasserfisch. Sie wächst dort schneller, frisst eindeutig besser und auch die Farben sind kräftiger. Aufgrund der höheren Keimdichte leiden sie bei zu geringem Salzgehalt oft unter Hautkrankheiten etc. Im Meerwasser ist der Fisch nach meinen Erfahrungen nahezu unkaputtbar und mit Abstand mein robustester Fisch!

Ergänzend möchte ich hier mal die häufigsten Haltungsfehler auflisten: Ich bin kein Biologe und auch kein "selbsternannter Experte"... ich schreibe lediglich meine Erfahrungen nieder und versuche damit den Leuten zu helfen, die diese Art längerfristig problemlos pflegen möchten.

- Zu geringer Salzgehalt: Die Fische erkranken oft an Hautkrankheiten, wirken farblos und haben einen matt-grauen Überzug.

- Mangelnde Verstecke: Je strukturierter das Becken ist, desto mehr Verstecke findet sie und desto sicherer fühlt sie sich, was zu einer besseren Futterannahme führt. Ein Riffaquarium ist m.M.n. optimal.

- Falsche Wasserqualität: Muränen fressen viel und scheiden daher auch viel aus. Süß- und Brackwasserbecken können da schnell an ihre Grenzen stoßen. Ein Meerwasserbecken mit entsprechendem Eiweißabschäumer ist da genau das richtige. Diese funktionieren in der Regel übrigens auch schon ab einer Dichte zwischen 1.010 und 1.012, also bei 15-20g Salz pro Liter, problemlos und können daher auch schon in Brackwasserbecken mit entsprechendem Salzgehalt genutzt werden.

- Falsches Futter: Man sieht oft Videos im Netz wie Goldstaubmuränen mit Goldfischen, Mollies etc. gefüttert werden. Ich persönlich halte das für nicht ideal. Da wir es hier mehr oder weniger mit einem Meerwasserfisch zu tun haben, benötigt dieser meiner Ansicht nach auch eine jodhaltigere Ernährung! Kurzum: Futter mit maritinem Ursprung. Sprich Stinte, Miesmuscheln, Garnelen usw.

- Falsche Fütterung: Die richtigen Futterintervalle sind wichtig! Überfüttert man Muränen, liegen sie danach oft apathisch rum und atmen schwer und schnell. Oft kommt es auch vor, dass sie das Futter dann wieder erbrechen. Im schlimmsten Fall beginnt das Futter im Magen der Muräne zu faulen, woran sie schließlich sterben. Weniger ist also mehr! Ich füttere alle zwei bis drei Tage eine entsprechende Menge. Wenn die Muräne nach einigen Tagen abends wieder auffällig schnüffelnd und am Boden suchend zu sehen ist, füttere ich sie wieder. Bis zur nächsten Fütterung ist sie oft in ihrem Versteck und verdaut.

Das sind alles eigene Erfahrungen und ich möchte diese nicht verallgemeinern. Ob ihr diese Ratschläge annehmt, ist allein eure Entscheidung.
Meiner Meiunung nach sind sie der Schlüssel zur erfolgreichen Haltung dieser Art.

Zum Schluß noch bewegte Bilder meiner Goldstaubmuräne.







Gruß,
Aaron
"Es gibt immer einen noch größeren Fisch!"

- Obi-Wan Kenobi

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