Scheue Datnioides

Cichliden und verschiedene Barschartige ...
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Xeno
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Scheue Datnioides

Beitrag von Xeno » 16.06.2017 22:42

Hey,
ja der Titel trifft's eigentlich bereits zu einhundert Prozent.
Im aktuell größten Becken ist die Scheu der Bewohner ein Aspekt, der sich im aktuellen Zustand nicht ändern lässt.
Die These, dass aktive Freiwasserbewohner einen positiven und wünschenswerten Effekt auf scheue Tiere haben, ist so weit bestätigt.
Jedoch waren hier diese Freiwasserbewohner 13 Metynnis, eine Gattung die bekannt für ihre Scheu und das "darting", sprich unkoordinierte Zusammenstöße mit Einrichtung bei Schreck sind.
Diese Tiere haben dafür gesorgt, dass die Datnioides auch mal vorne zu sehen waren, super war's!

ABER die Schreckhaftigkeit im dunklen und "schummrigen" Becken war so nicht mehr tragbar.
Ich nähere mich dem Becken, sie erschrecken sich.
Ich öffne die Tür, sie erschrecken sich.
Ich öffne die Abdeckung, sie erschrecken sich.
Ein Polypterus schwimmt frei umher, sie erschrecken sich.
Wasserwechsel? Unmöglich ohne, dass die Tiere sich vor Schreck zwischen Wurzeln und Steine rammen und dabei verletzen.
Jetzt hab' ich sie seit ein paar Wochen im 150x50x60 Becken.
All die vorherigen Probleme sind hier kein Thema mehr, nur empfinde ich 150cm für 13 Metynnis schon als arg knapp.
Aber es scheint ihnen dort eher zuzusagen, als in einem größeren Becken, was definitiv eine viel mehr naturnahe Strukturierung usw. aufweist.

Also bleiben sie im 450er Becken, wenn sie den zusätzlichen Platz nicht wollen, ok soll dann nicht mehr meine Sorge sein.

Nur habe ich, ohne zu übertreiben, meine Datnioides seitdem nicht mehr gesehen.
Nur zur Fütterung schießen sie aus den Unterschlüpfen und schnappen sich Stinte.
Die Farbe dunkel, kaum kontrast, sie fühlen sich nicht wohl.

Jetzt habe ich zwei Ansätze, die bei dieser Problematik umzusetzen wären:
1. Die Datnioides in einem (HELLEN) 120cm aufziehen, gezielt füttern können und somit einen stabilen Zustand erreichen, denn der einzelne Polota in einem der 120cm Becken macht sich wirklich fantastisch!
2. NICHT SCHEUE Freiwasserbewohner einsetzen und schauen, ob es den Dats wieder hilft sich sicherer zu fühlen.
Dazu eventuell noch ein Kauf von helleren Lampen für das Becken.

Freiwasserbewohner wären sowieso erwünscht, nach dem Auszug der Metynnis wirkt das Becken, außer zur Fütterung, wirklich tot.

Der aktuelle Besatz wäre folgender:
1 Mastacembelus dayi (über 40cm mittlerweile, also dürften Freiwasserbewohner MINIMAL 10cm groß sein)
1 Notopterus notopterus
3 Datnioides polota
3 Nandus nandus
1 Toxotes blythii
5 Polypterus delhezi

In einem amerikanischen Forum riet man mir zu "Tinfoil barbs" oder "Bala sharks", aber ich halte 200cm für zu klein, um Balantiocheilos melanopterus oder Barbonymus schwanenfeldii zu pflegen, gut die amerikanischen Philosophie sieht das anders, aber da spricht mein Verstand deutlich gegen.
Was ich mir vorstellen könnte, wäre eine Gruppe Sahyadria denisonii, die aber eventuell zu klein für den Stachelaal sein könnten.
Ctenolucius hujeta wäre ebenfalls nett, aber auch perfekte Futterform für den Dayi.

Tja die Scheibensalmler waren vom Gedanken her wirklich perfekt...
Einige würden die Beckengröße sogar für Myleus als ausreichend bezeichnen, aber die Tiere können genau so schreckhaft wie die kleinen Vettern sein und da ist eine 55er Tiefe dann auch keine wirkliche Fluchtstrecke.

Bilderuploads sind ja hier immer so eine Sache, daher hier ein Link zum Bild:
https://www.aquariumforum.de/attachment ... 1497648642
MfG,
David

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