Amia calva

Räuber, Raritäten oder Exoten die auch im Kaltwasser und Teich gehalten werden können.
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Jon October
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Amia calva

Beitrag von Jon October » 10.05.2018 15:23

Hallo zusammen,

erst schweige ich ewig und dann zwei Beiträge an einem Tag?! So ist es eben manchmal ....

Ich habe seit Sommer 2017 zwei Amia calva, mit ziemlicher Sicherheit ein gegengeschlechtliches Paar.
Das weibliche Tier hatte bei Erwerb ca. 40 cm, das wesentlich zierlichere und kontrastreicher gefärbte Männchen etwa 32 cm. Der Augenfleck an der Schwanzflossenbasis ist bei ihm größer, dunkler und sehr hübsch gold-gelb umringt. Bei ihr ist der Fleck zwar zu erkennen, löst sich aber in der insgesamt verwascheneren Zeichnung auf und die Umrandung fehlt ganz.

Als erstes zog das männliche Tier in mein 1.056 Ltr.-Becken (2,20 Mtr. L x 0,80 Mtr. T x 0,60 Mtr. H) ein. Er verzog sich sofort in die Deckung und war die ersten zwei Tage quasi unsichtbar und dann schwamm er hektisch an einer Schmalseite des Beckens von oben nach unten und von links nach rechts. Das war unschön anzusehen und dazu war er scheu und schreckhaft. Er nahm in den ersten zwei Wochen kein Futter an, weder Lebend- noch Frostfutter.

14 Tage später zog das weibliche Tier ein, deutlich massiger und viel heller im Gesamteindruck. Sie lag nach dem Einsetzen etwa 1 Stunde regungslos auf dem Boden, schwamm dann zur Wasseroberfläche, um geräuschvoll Luft zu holen und begann dann sofort, aktiv herumzuschwimmen und sich zu orientieren. Als ich etwas später am Becken vorbeilief, kam sie sofort an die Frontscheibe. Sie war das genaue Gegenteil, ruhig, zutraulich und neugierig.
Als ich am Folgetag fütterte, kam auch das männliche Tier aus der Deckung und fraß.

Leider endete die Harmonie nach ein paar Tagen und das deutlich kleinere Männchen setzte dem Weibchen so zu, dass eine sofortige Trennung unumgänglich war. Er zog in ein 436 ltr.-Becken (1,20 Mtr. L x 0,60 Mtr. T x 0,60 Mtr. H). Dort nahm er wieder das hektische Scheibenschwimmen auf und es dauerte etwa zwei Wochen, bis er sich eingewöhnt hatte und seine hektische Scheu verlor.

Beide Tiere fressen Frostfutter aus der Hand, in 1. Linie Sardellen, aber auch Meeresfrüchte aller Art. Dazu als Lebendfutter Regenwürmer, große Insekten und natürlich gelegentlich Fische.

Ein Versuch, die Fische im März zu vergesellschaften ging fast schief. Diesmal war es das weibliche Tier, welches attackierte. Allerdings zeigte das Männchen auch keinerlei Nestbauaktivitäten mit Wasserpflanzen, obwohl ich das Wasser zwischen den Aquarien austauschte, damit sie sich geruchlich wahrnehmen können.

Gruß

Jon
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Zigermandli
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Re: Amia calva

Beitrag von Zigermandli » 14.05.2018 13:19

Sali Jon

Sehr interessante Art. Habe mich kürzlich zufällig auch mal etwas über die Art schlau gemacht.

Bei was für Temperaturen hälst du die Tiere und wie regelst du es in den heissen Sommermonaten ?

Zeig unbedingt mal Bilder oder Videos :D

Gruss thomas

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