Faunenverfälschung

Räuber, Raritäten oder Exoten die auch im Kaltwasser und Teich gehalten werden können.
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Cichlakiller
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Faunenverfälschung

Beitrag von Cichlakiller » 23.04.2007 22:22

Hallo Teich/Biotopbesitzer.

Da einige von Euch daran evtl. denken,bzw.gedacht haben,nicht bei uns vorkommende Tierarten "im Freien" zu pflegen,habe ich mich mit Arne dazu entschlossen diesen "Infothread" zu posten.
An dieser Stelle DANKE nochmal an Minc,der uns schnell verlinkt hat! :cheesygrin:

Gruß Adam

http://bundesrecht.juris.de/bnatschg_20 ... 10002.html

Zitat:
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist ein Besatz mit nichtheimischen Arten zu unterlassen (§ 5 Abs. 6), und das Ansiedeln von gebietsfremden Arten ist unter einen Genehmigungsvorbehalt gestellt (§ 41). Das BNatSchG bietet aber aufgrund seiner sehr weitgefassten Definition der nichtheimischen oder gebietsfremden Art kaum Möglichkeiten, ein Aussetzen mit Arten zu unterbinden, die aus fischereilicher sowie ais fischökologischer und fischereibiologischer Sicht bei uns unerwünscht sind. Mit Ausnahmen der Graskarpfen und von Störhybriden sind alle Arten, die bei uns in freier Natur vorkommen, gemäß BNatSchG heimisch. Nur Fische von Arten, die bisher in der Bundesrepublik Deutschland nicht vorhanden sind, wären danach nichtheimisch. Unter dem Vorbehalt einer genauen Definition des Gebietes im Sinne des BNatSchG ist davon auszugehen, dass weiterhin alle
hier vorkommenden Fisch- und Flusskrebsarten praktisch nicht gebietsfremd sind.
Dagegen kennen die Länderfischereigesetze grundsätzlich strengere Bestimmungen. Sie enthalten die Ermächtigung, nähere Regelungen im Rahmen von Verordnungen zum Aussetzen von Fischen bestimmter Arten zu treffen; von dieser Ermächtigung wird bei uns grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die baden-württembergische Landesfischereiverordnung (LFischVO) bestimmt beispielsweise, dass „Fischarten der Gewässersysteme Donau und Rhein, die im jeweils anderen Gewässersystem natürlicherweise nicht vorkommen, [...] nur in ihrem natürlichen Gewässersystem [...]“ ausgesetzt werden dürfen. Darüber hinaus enthält die LFischVO die Bestimmung, dass gefangene Fische nichtheimischer Arten, für die weder ein Schonmaß noch eine Schonzeit festgesetzt sind, dem Gewässer zu entnehmen sind und nicht wieder zurückgesetzt werden dürfen. In der Praxis hat dies schon dazu geführt, dass bei einem Abfischen eines Weihers Signalkrebse (Pacifastacus leniusculus) entnommen werden mussten und nach dem Wiederanstauen des Gewässers nicht wieder zurückgesetzt werden durften.
Eine Zusammenstellung von relevanten Bestimmungen nach dem NatSchG und nach dem baden-württembergischen Fischereigesetz sowie eine entsprechende Gegenüberstellung mit den Auswirkungen auf den Besatz einzelner Fisch- und Flusskrebsarten findet sich bei Strubelt (2002).

Zitat:
MÜLLER-BOGE, M. (1996): Die Neozoen im aktuellen Recht: Aussetzung und Einfuhr. In: GEBHARDT, H.; KINZELBACH, R. & S. SCHMIDT-FISCHER(Hrsg.): Gebietsfremde Tierarten. ecomed: 15-23.

Und noch dies....

http://www.umweltserver.saarland.de/Geb ... eutung.pdf

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Beitrag von Cichlakiller » 24.04.2007 22:23

Hallo zusammen.

Für alle,die immer noch mit dem Gedanken spielen habe ich einen Link,der die Tragweiten ihrer Entscheidung verdeutlicht...

http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2141.pdf

Gruß Adam

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