Auflistung-die bekanntesten Störe

Räuber, Raritäten oder Exoten die auch im Kaltwasser und Teich gehalten werden können.
Antworten

Thema Autor
Rotflosse
Senior Mitglied
Senior Mitglied
Beiträge: 485
Registriert: 02.08.2005 23:36

Auflistung-die bekanntesten Störe

Beitrag von Rotflosse » 17.05.2007 15:09

Hallo

Hier gibt es mal eine kleine Auflistung der bekanntesten und beliebtesten Störe.

Latein: Acipenser baeri
Deutsch: Sibirische-Stör
Vorkommen: Der sibirische Stör kommt im ganzen Norden des europäischen und asiatischen Teils Russlands vor, wo er gewöhnlicherweise die Mittel- und Unterläufe der Ströme besiedelt, somit ist er perfekt an das Leben im Brackwasser angepasst, jedoch finden sich auch viele Tiere in richtung Meer wieder, wo sie bis in Tiefen von 150m auf Nahrungssuche gehen
Beschreibung: Die Bartfäden sich leicht gefranst. Die Unterlippe ist in der Mitte tief gespalten und die Oberlippe eingebuchtet. Der Körper ist mit kleinen, sternförmigen Knochenplättchen besetzt. Die Oberseite ist braungrau bis schwarz gefärbt und die Unterseite gelblich bis schmutziggrau gefleckt.
Größe: 1,5-2m
Gewicht: bis 200 kg

Latein: Acipenser queldenstaedti
Deutsch: Waxdick
Vorkommen:Er kommt nur im Schwarzen und im Kaspischen Meer vor und besucht zur Laichzeit die Donau, die Wolga und die anderen grossen Zuflüsse dieser Meere, wobei er in der Donau einst bis Bratislava in der Slowakei aufstieg.
Beschreibung:Die Schnauze ist kurz und stumpf. Die nicht gefransten Bartfäden stehen näher zur Schnauzenspitze als zum Maul. Zwischen den Reihen der Rücken- und Seitenschilder befinden sich zahlreiche kleinere, sternförmige Knochenplättchen, die in länglichen Reihen parallel zu ihnen angesetzt sind. Der Rücken ist graugrün bis blauschwarz und die Seiten sind graubraun. Der Bauch ist weißgrau oder gelblich gefärbt.
Größe: bis 2,5m
Gewicht: bis 115 kg

Latein: Acipenser stellatus
Deutsch: Sternhausen
Vorkommen:Die Verbreitung des Sternhausens ist ähnlich wie die des Waxdicks: Er kommt im Schwarzen und Kaspischen Meer vor und steigt jeweils zur Laichzeit in deren Zuflüssen auf, in der Donau früher bis Tokay in Ungarn. Hin und wieder wurden schon Sternhausen in der Ägäis und in der Adria gefangen. Da die Art aber in den Zuflüssen dieser Mittelmeerregionen nicht ablaicht, nimmt man an, dass es sich dabei um besonders wanderfreudige Individuen aus dem Schwarzen Meer handelte.
Beschreibung: Lange, schmale, flache und etwas nach oben gebogene Schnauze. Die Bartfäden sind kurz, nicht gefranst und stehen näher zum Maul als zur Schnauzenspitze. Der Rücken ist rotbraun bis blauschwarz, die Seiten meist gelblich. Der Bauch ist heller gefärbt
Größe: 1,3-1,5 m
Gewicht: bis 15 kg

Latein: Acipenser ruthenus
Deutsch: Sterlet
Vorkommen: Der Sterlet ist ein reiner Süßwasserstör und kommt in Flüssen vor, die ins Kaspische, Asowsche, Weiße und Schwarze Meer sowie den Karasee fließen.
Beschreibung: Die Schnauze ist spitz und lang. Die Bartfäden sind stark gefranst, die Unterlippe ist in der Mitte geteilt und die Oberlippe nicht eingebuchtet. Die Oberseite ist dunkelbraun bis grau und die Unterseite rötlichweiß bis gelblich gefärbt. Die Knochenplatten sind schmutzig weiß.
Größe: 40-70cm max. 1m
Gewicht: 4-8 kg max.10 kg

Latein: Polyodon spathula
Deutsch: Löffelstör
Vorkommen: Der Löffelstör war früher über die Stromgebiete des Mississippi River weit verbreitet. Staudämme, Verunreinigung der Gewässer und Raubfischerei haben ihn bis an den Rand der Ausrottung gebracht, nicht zuletzt deshalb, weil das Fleisch und der Rogen des Löffelstöres als sehr delikat gelten. In den letzten Jahrzehnten wurden auch verschiedene Projekte in Angriff genommen, Löffelstöre kommerziell in Teichanlagen zu züchten.
Beschreibung: Die Stirnpartie ist zu einem mächtigen Fortsatz ausgezogen. Dieses abgeplattete, biegsame Gebilde erreicht etwa ein Drittel der Gesamtlänge des Fisches. Die völlig unbeschuppte Haut kann mit einzelnen kleinen Knochenkörnchen bedeckt sein, nur am oberen Lappen der unsymmetrischen (heterozerken) Schwanzflosse finden sich einige Ganoidschuppen.
Der Löffelstör ernährt sich von kleinen Krebsen und Plankton, die er mit vergrößerten Kiemenfortsätzen aus tiefem Wasser seiht
Größe: bis 1,8m
Gewicht: ?


Weitere aber nicht erhältliche Arten:

Latein: Acipenser sturio
Deutsch: Europäischer, Baltische Stör
Vorkommen: Der Gemeine Stör ist die einzige, in ganz Europa vorkommende, Störart. Früher besiedelte er alle großen Flüsse Europas sowie die angrenzenden Küstengebiete.
Von April bis Juni wandern die Tiere Flussaufwärts zu ihren Laichgründen, und verschwinden dann wieder ins Meer.
Jungtiere halten sich noch 2-4 Jahre im Süßwasser auf bevor sie ins Meer ziehen.
Beschreibung: Er hat eine verhältnismässig spitze Schnauze, die Bartfäden befinden sich halbwegs zwischen Schnauzenspitze und Mundöffnung, und die Knochenschilder auf den Körperseiten sind weniger als doppelt so hoch wie breit.
Sie Können ein Alter von mehr als 60 Jahren erreichen.
Größe: 3m max. 5m
Gewicht: 200 kg bis max 500 kg

Latein: Acipenser transmontanus
Deutsch: Weißer Stör
Vorkommen: Der weiße Stör ist neben dem Atlantischen Stör eine der 5 in Nordamerika bekannten Arten. Er kommt hauptsächlich an der Westküste vor aber auch im Pazifik bis zum Golf von Alaska weiter bis hinunter nach Kalifornien.
Beschreibung: Der weiße Stör hat eine graue Oberseite und eine hellere Unterseite. Er hat ca. 38 bis 48 Knochenplatten. Am kurzen Maul befinden sich 4 lange Barteln.
Größe: bis 4,5m
Gewicht: bis über 300 kg

Latein: Acipenser oxyrinchus
Deutsch: Atlantische Stör
Vorkommen: Diese Störart kam ursprünglich aus Übersee und war an der Atlantischen Küste Nordamerikas heimisch. Mit dem Golfstrom verbreitete sich der Stör vor etwa 1200 bis 800 Jahren auch in Europa.
Heimisch wurde der Atlantische Stör in Nord- und Ostsee sowie an der Atlantikküste Europas wo er Flüsse wie Elbe, Oder, Weichsel oder auch den Rhein hinaufschwamm.Ursprünglich hielt man den Atlantischen Stör in Europa für einen Europäischen Stör bis jedoch genetische Untersuchungen die Zugehörigkeit aller in Museen verwahrten Störe zur Art des Atlantischen Störs bewiesen.
1993 wurde in Deutschland der letzte Stör mehr oder weniger zufällig von einem Fischer gefangen und illegal verkauft. Schließlich landete er in der Kantine des Bundesinnenministeriums, wo er verzehrt wurde.
Beschreibung:Die Farbe reicht von bräunlich-grün bis blau-schwarz. Die Seiten sind heller gefärbt. Der Atlantische und der Europäische Stör sehen sich ausgesprochen ähnlich und sind wohl nur von Experten unterscheidbar.
Größe: 2-4m
Gewicht: max. 400 kg

Latein: Huso huso
Deutsch: HAusen
Vorkommen: Der Hausen kommt oder kam in der Donau vor und konnte dort eine Länge von mehr als 5 Metern erreichen.
Weiteres Vorkommen: Schwarzes Meer, Kaspisches Meer, Adria(?).
Beschreibung: Der "Kaviarfisch" mit dem besten Wachstumspotential und der einzige "Raubfisch" unter den Stören. Bei Wassertemperaturen von 20° C erreicht er in 2 Jahren Gewichte bis zu 10 kg.
Größe: bis 6m evtl. sogar 8m aber nie bestätigt.
Gewicht: 400-600 kg max. 1000 kg, gab aber auch schon Tiere von 1600 kg

Ein 1989 in Astrachan gefangener Hausen von 4,20 m Länge und 966 kg Gewicht ist heute im Astrakhan-Museum in präparierter Form zu sehen.

Gru? Tobi


Electricus
Stamm Poster
Stamm Poster
Beiträge: 1332
Registriert: 26.02.2006 18:17

Beitrag von Electricus » 17.05.2007 15:21

Sehr schöne und gute Übersicht.DAnke für deine Arbeit
Gruß Mike


raphael
Premium Mitglied
Premium Mitglied
Beiträge: 723
Registriert: 18.02.2007 17:16

Beitrag von raphael » 17.05.2007 15:31

Hi ich finde auch das diese auflistung sehr informativ ist.
Mfg Raphael
Mgf Raphael


helge
Premium Mitglied
Premium Mitglied
Beiträge: 506
Registriert: 13.02.2007 17:40

Beitrag von helge » 17.05.2007 15:58

Hallo Tobi,

Lob über dich!
Gruß, Helge


Arne
Stamm Poster
Stamm Poster
Beiträge: 1863
Registriert: 19.06.2005 18:56

Beitrag von Arne » 17.05.2007 16:08

Hallo Tobi,

gefällt mir sehr gut! :up:

Nur eine Bitte: da das wahrscheinlich nicht alles auswendig aus dem Kopf von Dir wiedergegeben wurde und die Zahlendaten von Dir übernommen wurden, möchte ich Dich um eine Angabe der Literaturquellen bitten. Einfach der Vollständigkeit halber.

Viele Grüße,
Arne

''Naturwissenschaft ist der Versuch, bei der Erklärung der Natur ohne Wunder auszukommen.'' - Hoimar von Ditfurth -


Thema Autor
Rotflosse
Senior Mitglied
Senior Mitglied
Beiträge: 485
Registriert: 02.08.2005 23:36

Beitrag von Rotflosse » 17.05.2007 17:21

Hey

@Arne:
Leider nicht alles auswendig wiederegeben, da ich sonst noch 2 gebraucht hätte um die Perfekte vormulierung zu finden.

Als beihilfe hatte ich die Seiten:

http://www.fischzuchtpeschkes.de/
http://www.koi-dreams.de/

sowie ein vor einiger zeit aufgenommener Dokumentarfilm in dem es 2Stunden nur um Störe geht.
Fragt mich nicht wie der heißt.
Leider ist der Film in sehr schlechter Verfassung und auch nicht ganz von Anfang drauf, sonst hätte ich ihn ja gerne zur verfügung gestellt.

Zum schluss noch alles vorher angesammelte aus meinem Kopf.

Gru? Tobi

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast